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Aktuelle Ausgabe



Heft 3/2022



Guido Strunk, Marcus Hausner, André Martin Poimer, Marcel Selinger

Ambiguität der VUKA-Welt

Das Auftreten von Krisen prägt in den letzten Jahren das Erleben der Menschen. Das populäre Akronym VUKA – volatil, unsicher, komplex, ambig greift dieses Erleben als semantischen Container auf und wird mittlerweile auch in wissenschaftlicher Literatur rezipiert. Es ist mit Blick in die Literatur festzustellen, dass weder das Akronym als solches noch die einzelnen Termini einheitlich definiert werden. Daher unternimmt der vorliegende Artikel den Versuch, die Einzelbegriffe vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Disziplinen, denen sie entstammen, einzuordnen, sowie Gemeinsamkeiten und je eigene Spezifika herauszuarbeiten. Während die Konstrukte der „Volatilität“ und der „Komplexität“ eher den hard sciences zuzuordnen sind, Prognosegrenzen markieren und objektivierbar sind, entstammen die Konstrukte der „Unsicherheit“ und der „Ambiguität“ der Psychologie und rekurrieren auf das Erleben – bleiben somit subjektiv. Es ist festzustellen, dass das Auftreten der einzelnen Phänomene allein noch keine Hinweise auf eine Krise darstellen, erst das Unsicherheitsempfinden, also die Deutung, kann es zu einer solchen machen.



Thomas Reyer

Gesellschaft in der Krise zwischen Kollaps und nachhaltiger Entwicklung
Systemische Perspektiven und Handlungsoptionen

Der Menschheit stehen langfristige und unumkehrbare Veränderungen von Klima, Umwelt und Gesellschaft bevor. Wir werden Zeugen des größten Artensterbens seit der Dinosaurierzeit und sind gleichzeitig dessen Verursacher. Wenn wir weiter auf diese Weise wirtschaften und konsumieren, verpassen wir die Chance, die größte Katastrophe zu verhindern, wird die Erde auf absehbare Zeit in weiten Teilen unbewohnbar. Das zu lösende Problem ist längst kein technologisches Problem mehr, das Problem besteht darin, sich auf den relevanten Ebenen rasch für wirksame Maßnahmen zu entscheiden.

Der Artikel versucht, das Phänomen der Transformation einer Gesellschaft aus der Perspektive der Transformationsforschung und aus der systemischen Praxis zu beleuchten. Dazu werden Analogien von naturwissenschaftlichen und sozialen Veränderungs-dynamiken sowie Analogien zu systemischen Veränderungsprozessen aufgezeigt. Daraus werden für die persönlichen und professionellen Handlungsoptionen von Systemikerinnen und Systemikern u. a. mit dem Konzept der „Human Agency“ und einer Interventionsstrategie Schlussfolgerungen gezogen.



Manuela Frey, Ingo Spitczok von Brisinski

Krisenbewältigung von Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie

Die Bewältigung persönlicher und/oder kollektiver Krisen wie der COVID-19-Pandemie ist für viele Kinder und Jugendliche deutlich erschwert. Angststörungen, depressive Störungen und Essstörungen haben stark zugenommen. Andererseits bieten Krisen auch Chancen auf eine positive Entwicklung. Es werden Beispiele aus unserer psychotherapeutischen Arbeit beschrieben und erläutert.



Ramona Thümmler

Jugendliche Identitätsentwicklung in Zeiten der Pandemie

Der Beitrag widmet sich dem Thema der jugendlichen Identitätsentwicklung unter Bedingungen der Pandemie. Es wird der Frage nachgegangen, wie Jugendliche die Anforderungen der Pandemie erleben, damit umgehen und bewältigen. In Rückgriff auf Hurrelmann werden Entwicklungsaufgaben des Jugendalters benannt und mit Aspekten der Identitätsentwicklung im Zuge der Corona-Pandemie in Bezug gesetzt. Als Konzepte werden das Informelle Lernen sowie der Freiraum herangezogen, um für die Bedürfnislage der Jugendlichen zu sensibilisieren. Dabei wird die The-se verfolgt, dass die vielfältigen durch die Pandemie hervorgerufenen Distanz-Aspekte wie Homeschooling, geschlossene Freizeiteinrichtungen und Vereinsaktivitäten den Jugendlichen ungenügende Möglichkeiten bieten, um Entwicklungsaufgaben als Teil der Identitätsentwicklung zu bewältigen. Gesellschaftliche Herausforderungen für die Identitätsentwicklung werden abgeleitet.



Marina Barz

Das aktive Nichtwissen in der Krise – dialogisch kommunizieren als Ressource

Bei diesem sehr umfangreichen Thema hat die Autorin sich entschieden, sich auf eigene kommunikative Erfahrungen in der Zeit der Pandemie zu konzentrieren. Darüber hinaus beschreibt sie einige Phänomene, die während der Pandemie im kommunikativen Miteinander beobachtet werden konnten und welche Rolle dabei auch soziale Medien spielen.
Ferner beschreibt sie, dass in Zeiten von schnellen Veränderungen das „Nichtwissen“ und der kompetente und aktive Umgang damit eine entscheidende Rolle spielt.

Wenn wir uns diesen Effekt bewusst machen, haben wir die Möglichkeit, Neues auszuprobieren.

Ferner wird sie den Ansatz vom „Dialog“ darstellen und aufzeigen, welche grundsätzlichen Haltungen erforderlich sind, um in unübersichtlichen Situationen einen Dialog durchzuführen. Das Format bietet die Möglichkeit, miteinander zu denken und Neues zu entwickeln, im Gegensatz zum Festhalten an dem eigenen Standpunkt oder schleichender Dogmatisierung. Diese Form der Kommunikation ist in Zeiten, in denen es nicht mehr nur um individuelle Themen geht, besonders relevant.



Vorschau: Heft 4/2022

Thema: Systemische Blicke

Ansgar Cordes, Beatrix Rey
Psychiatrische Angehörigen- Arbeit – 3 Modelle im Vergleich. Die Angehörigengruppe an einer psychiatrischen Klinik


Dirk Rohr
Über die Synergie qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden


Christine Gürtler, Andreas Hampe
Klandestiner Dialog über Supervisionsweiterbildungen


PPSB Hamburg
Navigieren in rauen Zeiten. Kinderschutz als Verantwortung von SupervisorInnen



(Themenänderung vorbehalten)
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