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Aktuelle Ausgabe



Heft 2/2017



Lothar Eder

Du sollst Vater und Mutter ehren -
Gedanken zum persönlichen Wachstum im Spannungsfeld der „bezogenen Individuation“

Ausgehend von Stierlins Konzept der „bezogenen Individuation“ werden in dem Artikel Gedanken entwickelt, wie diese praktisch gelingen kann.
Es werden Schwierigkeiten und Defizite der spätmodernen Gesellschaften angerissen:
das Fehlen von Übergangsritualen und das Bewusstsein von Kontinuität in der Ahnenreihe. Zur theoretischen Einbettung werden insbesondere die Arbeiten von Jean Liedloff zu den Bindungsanforderungen von Kindern herangezogen.
Schließlich folgt eine kurze Darstellung der rituell-imaginativen Ablösungsmethode von Phyllis Krystal als mögliche Praxis der bezogenen Individuation.



Johannes Herwig-Lempp

Nazis raus! Haut ab!“? -
Zum systemischen Umgang mit Menschen und Rechten

Das Anwachsen der rechten Bewegungen in Deutschland von AfD über Pegida bis Neonazis erleben wir als Bedrohung.
Allerdings scheinen uns als Gesellschaft geeignete Gegenstrategien zu fehlen - viel mehr als die Ausgrenzung und Abwertung fällt uns nicht ein. Als SystemikderInnen und Als BürgerInnen dieser Gesellschaft könnten wir aus sachlichen gründen vorschlagen, „die Rechten“ nicht auszugrenzen, sondern sie im Gegenteil als Menschen wahr- und ernstzunehmen.
Es spricht viel dafür, mit ihnen in einen von uns ernstgemeinten Dialog zu treten - so paradox das zunächst klingen mag.



Tom Levold

All You Need is Love. Ein Kommentar zu Johannes Herwig-Lempp: „Nazis raus! Haut ab!“?
Zum systemischen Umgang mit Menschen und Rechten

Eines der Verdienste von Johannes Herwig-Lempp ist seine Lust und Fähigkeit, Debatten anzustoßen, von denen es ja im systemischen Feld nicht allzu viele gibt.
Ich erinnere hier nur an den anregenden Artikel „Sozialarbeit ist anspruchsvoller als Therapie“, mit dem er gemeinsam mit Ludger Kühling in dieser Zeitschrift 2012 eine interessante Kontroverse eröffnete.
Der aktuelle, hier vorliegende Text befasst sich mit einem viel weiter greifenden Thema, das derzeit wie kaum ein anderes Massen beschäftigt und in Aufruhr versetzt, nämlich mit dem enormen Aufschwung rechter, rechtsradikaler und nationalistischer Gruppierungen und Bewegungen in Deutschland, der natürlich gerahmt wird durch ähnliche politische Entwicklungen in unseren Nachbarländern und in anderen Teilen der Welt.
Und hierzu gab es im systemischen Diskurs tatsächlich noch nicht viel zu lesen.
Die Sorgen von Herwig-Lempp, die er in Hinblick auf diese Entwicklung hegt, teile ich voll und ganz - nun geht es aber in seinem Artikel um die Frage, wie man denn mit diesen „Rechtsn“ umgehen sollte, und zwar „systemisch“, also was „geeignete Gegenstrategien“ sein könnten.



Wolfgang Loth

„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ -
Überlegungen zum Beitrag von Johannes Herwig-Lempp

Den Aufsatz, oder vielleicht besser: Aufruf von Johannes Herwig-Lempp „Zum systemischen Umgang mit Menschen und Rechten“ habe ich mit großer innerer Beteiligung gelesen.
Die Lektüre hinterlässt mich zutiefst angesprochen und dennoch ebenso ambivalent. Um es bildlich auszudrücken. Mit scheint, Herwig-Lempp trifft ins Schwarze und es bleibt dunkel. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich unterstütze Herwig-Lempps Anliegen voll und ganz eine Diskussion zu diesem Thema anzustoßen.
Er hat das, wenn ich es richtig sehe, schon in seinen Beiträgen aus dem Publikum heraus auf der kürzlich veranstalteten Heidelberger Tagung „Die Kraft des Zweifelns“ getan.
Und auch damals schon war ich ein Stück weit gefangen in meiner Ambivalenz: Geht da einer in eine idealistische Falle oder macht da einer den Weg frei für etwas Überfälliges? Möglicherweise ist es beides. In Heidelberg jedenfalls kam ich nicht aus meiner Ambivalenz heraus und blieb für den Moment sprachlos.



Cornelia Oestereich

Neugier, Respekt und Neutralität -
Systemische Haltung in Wertediskussionen

Deutschland, Europa und die westliche Welt erlebt ein Wiederaufleben von öffentlichem Diskurs eines Wertekanons oder, systemisch ausgedrückt, der „Inneren Landkarten“ von Individuen, Gesellschaften, Kulturen, welcher „die Welt im Inneren zusammenhält“.
Dies ist zu begrüßen. Kam es mir, wie vielen Bürgerinnen und Bürgern, doch schon lange so vor, als würde die Gesellschaft sich in der Hängematte überwiegender Zufriedenheit mit den Verhältnissen ausruhen, darauf vertrauend, dass die Verantwortlichen, „die da oben“, es schon richten werden. Die andere Seite der Medaille, wo es brodelte, wurde aber nicht wahrgenommen, solange man sich im Kreis ähnlich denkender, gut situierter, gebildeter Menschen bewegte. Wer allerdings in psychosozialen Praxisfeldern arbeitete, welche bei der Auftragserteilung an unsere Berufsgruppen als systemische TherapeutInnen, superviorInnen, BeraterInnen und Coaches häufig als Problemfelder beschrieben werden, konnte schon lange beobachten, dass die Unterschiede in der sozialen Absicherung, der Teilhabe an Bildung, Arbeit und Wohlstand zunahmen und konnte wissen, dass diese Unterschiede eine Gesellschaft verunsichern und erschüttern können und werden.



Jürgen Hargens

Neutralität und Allparteilichkeit oder: Was hat denn das mit Haltung zu tun?
Ein überaus persönlicher Blick

Als mich die Anfrage von Cornelia Tsirigotis erreichte, etwas zum Thema „systemische Haltung zwischen Werten und Allparteilichkeit“ zu schreiben, kam ich ins Grübeln - denn genau diese Aspekte stellten sich in Kursen und Workshops immer wieder als eine Art „Hintergrund-Matrix“ heraus. Geht es um konkretes (technisches) Tun, darum, keine Partei zu ergreiben, gleichsam über den Dingen zu schweben und was hat das alles mit mir als Fachmann und als Mensch/Mann zu tun?
Diese Ideen, diese Konzepte, diese Fragen haben mich in den Jahren meiner beraterisch-therapeutischen Arbeit immer begleitet, gelten sie doch als ein wesentliches Element, wirksam mit allen Beiteiligten arbeiten zu können.
Im Laufe der Jahre wurde mir immer klarer, dass für mich bestimmte (Grund-) Werte unverzichtbar waren, die nun eben nicht immer von den Menschen, mit denen ich arbeite, geteilt wurde. Mein Bemühen, in einem solchen Rahmen allparteilich und/oder neutral zu bleiben, stellte sich für mich als unlösbare Schwierigkeit heraus.



Ingo Spitczok von Brisinski

Ansätze in der systemischen Therapie von ADHS -
Teil 2: Interventionen

Nachdem im vorigen Heft systemische Erklärungsmodelle zur Entstehung von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bzw. -syndrom) und Folgeproblemen dargelegt wurden, folgt nun eine Übersicht zu Interventionen für Einzel-, Gruppen-, Familien- und Mehrfamilientherapie, aber auch schulische und systemisch-medikamentöse Handlungsmöglichkeiten.
Dabei spielen sowohl strukturelle und Mehrgenerationen- als auch lösungsorientierte, ebenen- und methodenintegrative bzw. multimodale Ansätze eine wichtige Rolle.



Vorschau: Heft 3/2017

Kübra Adigüzel-Gautam, Johanna Katharina Reichel, Ingo Spitczok von Brisinski
Möglichkeiten und Fallstricke der stationären jugendpsychiatrischen Traumatherapie bei Flüchtlingen


Andrea Hendrich
Warum Malika nicht gerne über sich spricht – Kultursensibles Arbeiten in der Kita


Agnes Justen-Horsten
Das Leben in der Fremde – Was deutsche Experten, die im Ausland arbeiten, bewegt



(Themenänderung vorbehalten)
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