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Aktuelle Ausgabe



Heft 4/2017



Peter Kaimer, Loth, Wolfgang

... wie kommen die SystemikerInnen dazu, sie hätten den gesellschaftlichen Blick erfunden?!...“
Ein Gedankenaustausch über systemische Therapie und Gemeindepsychologie

Der nachfolgende Gedankenaustausch entstand, nachdem ich (WL) Peter Kaimer von meinen Erfahrungen an einem World Café Tisch auf der letzten Mitgliederversammlung der Systemischen Gesellschaft (SG) erzählt hatte, wo es um die Frage ging, wie viel gesellschaftliches Engagement sich die SG auf die Fahnen schreiben sollte. Peter reagierte etwas kritisch, weil er vermisste, dass gemeindepsychologische Positionen zur Sprache kamen. Auf diesem Hintergrund schlug ich ihm vor, dass wir uns etwas genauer anschauen, was es mit der Beziehung von systemischer Therapie und Gemeindepsychologie auf sich hat oder haben könnte. Da wir relativ weit auseinander wohnen, haben wir diesen Gedankenaustausch per e-mail geführt. Er fand statt in der Zeit vom 23. Mai bis 12. Juni 2017.



Rainer Hirschberg

Das Kontraktprogramm als ein Instrument der Organisationsdiagnostik

Das Kontraktogramm wird als ein Konzept und Instrument vorgeschlagen, um unklare Vertragsbeziehungen in Organisationen zu identifizieren.
Ein Team, zum Beispiel, entwickelt eine grafische Repräsentation von seinem System und der Umwelt dieses Systems. Die Absicht des Kontraktogramms ist zu überprüfen, ob die Vertragsbeziehungen klar oder unklar sind. Als ein Element eines zirkulären diagnostischen Prozesses hat das Kontraktogramm auch die Funktion einer Intervention.
Es findet Verwendung in Kontexten von Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung.



Frank Natho

Führungskultur - Lassen sich Menschen, Mitarbeiter wirklich führen?
Welcher Führungsstil erhält die intrinsische Motivation von Mitarbeitern?

Arbeit macht nachweislich immer mehr Menschen krank!
Das liegt, so die Meinung des Autors, auch an einem überholten Führungsverhältnis.
Gesellschaft, Produktentwicklung, Konsumtrends, selbst der Bedarf an Gesundheits- und sozialen Dienstleistungen, unterliegen einen immer schneller werdenden Wandel.
Tatsache ist auch, dass immer mehr Menschen in Dienstleistungs- oder Helferberufen für andere Menschen tätig werden. Sind da Führungskonzepte aus dem letzten Jahrhundert mit einem technisch-mechanistischen Grundverständnis noch nützlich? Viele Führungskräfte glauben fest daran, dass man Mitarbeiter führen kann. Doch ist das wirklich so?
Die Realität und auch die Motivationsforschung zeigen, dass sich viele Beschäftigte selber führen können und auch wollen. Diese Erkenntnisse entsprechen einer systemischen Idee von Selbstorganisation. Mitarbeiter und Teams als lebendige Systeme, sich selbstmotivierende und gern arbeitende Lebewesen zu verstehen, kann zu einem alternativen Führungsstil führen, der die intrinsische Motivation von Mitarbeitern und möglicherweise auch deren Gesundheit länger erhält.



Franziska Eberhardt

Das Jugendamt als Kontrollinstanz oder :
Wie kann ein wachsames Begleiten (auch) möglich werden?
Sozialarbeit im Allgemeinen Sozialen Dienst

Gesellschaftlich ist das Jugendamt meist negativ konnotiert.
Allein der Begriff Jugendamt löst bei Familien, denen wir in unserer Arbeit begegnen, häufig Angst und Misstrauen aus. Nicht selten werden Begrifflichkeiten wie Kontrolle, Macht- und Zwangsausübung mit Jugendämtern in Verbindung gebracht. Und zuletzt geraten Jugendämter immer wieder in die Kritik der Öffentlichkeitarbeit durch Schlagzeilen wie diese: Wieder versagen SozialarbeiterInnen des Jugendamtes! Oder: Kein Schutz für Tim durch das Jugendamt!

Als in einem Jugendamt tätige Sozialarbeiterin möchte ich in diesem Artikel dazu einladen, einen anderen Blick einzunehmen und die Haltung eines wachsamen Begleiters vorstellen. Mein Bestreben ist es, die Idee des wachen Begleitens dem Konzept des Kontrollansatzes entgegenzusetzen und damit zusätzlich zu einer Veränderung der Wahrnehmung von Jugendämtern beizutragen.
Ich möchte vorstellen, worin ich die Unterschiede eines wachen Begleitens mit dessen Chancen und Möglichkeiten im Gegensatz zu einem kontrollierenden Eingreifen sehe. Zugleich sollen auch die Begriffe Macht und Zwang diskutiert werden. Dabei betrachte ich es nicht als sinnloses, leeres Wortspiel, wenn wir von wachem Begleiten sprechen, es geht vielmehr um eine verinnerlichte Haltung die wir als SozialarbeiterInnen nach außen vertreten (dürfen), um als hilfreiche BeraterInnen, UnterstützerInnen und BegleiterInnen wahrgenommen zu werden, anstatt als mächtige Kontrollinstanz.



Renate Jegodtka, Luitjens, Peter

Rechte willkommen heißen???
Vom rechten und un-rechten Umgang mit Rechten und Menschenrechten
Ein diskussionsbeitrag zum Artikel von Johannes Herwig-Lempp

Johannes Herwig-Lempp hat Angst: „Die Rechten in unserer Gesellschaft werden immer stärker - und könnten noch mehr Einfluss bekommen“ (Herwig-Lempp 2017, S.54).
Was kann man da tun, wie soll man sich verhalten? Zum Glück sieht er sich mit dieser Angst nicht allein - er vermutet, dass viele diese Angst teilen. Das ist einerseits gut - denn mit einer Angst allein zu sein, fühlt sich viel bedrohlicher an. Andererseits schafft das neue Probleme: Wenn viele die Angst miteinander teilen, haben sie wahrscheinlich eher nicht dieselbe Idee, was man tun kann. Vielleicht wollen die meisten auch gerade das tun, was nach eigener Meinung gar nicht helfen kann. Es ist dankenswert, dass Johannes Herwig-Lempp das Thema „Angst wegen zunehmender rechter Tendenzen in Deutschland“ in den systemischen Diskurs bringt. Und noch mehr ist Cornelia Tsirigotis zu danken, die als Schriftleiterin der ZSTB dafür gesorgt hat, dass dieser Artikel in der ZSTB 2/2017 durch pointierte Stellungnahmen von Tom Levold, Wolfgang Loth und Cornelia Oesterreich gerahmt wurde. Da wir der Ansicht sind, dass dazu noch mehr gesagt resp. geschrieben werden sollte, haben wir hier ein paar weitere „unfrisierte Gedanken“ zusammengetragen.



Markus Löble

Warum will der Mensch einfache Antworten auf schwierige Fragen?
Kinder- und jugendpsychiatrischer Versuch einer einfachen Anwort

Anhand einiger historischer Beispiele versucht sich der Autor der Frage zu nähern, weshalb sogenannte Populisten mit einfachen Antworten auf schwierige Fragen immer wieder Erfolg haben.
Darüber hinaus wird anhand der Sündenbockerzählung aus dem 3. Buch Mose das positive Beispiel einer einfachen Antwort eingeführt. Bezüglich des Phänomens des Erfolgs von Gruppierungen wie der AfD bei Landtagswahlen wird für einen Dialog vor dem Hintergrund des Begriffs des Schattens von C.G. Jung und früher erkenntnistheoretischer Überlegungen Maturanas und Varelas plädiert.



Vorschau: Heft 1/2018

Günther Emlein
Etiketten-Schwindel. Zur Dekonstruktion von „Verhaltensauffälligkeit“



(Themenänderung vorbehalten)
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