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Verschlüsselte Kommunikation
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verlag modernes lernen Borgmann GmbH & Co. KG


Aktuelle Ausgabe



Heft 4/2017



Klaus Sarimski

Grundlagen der Sprachtherapie bei Kindern mit genetischen Syndromen

Das Konzept des „Verhaltensphänotyps“ meint eine Kombination von Entwicklungs- und Verhaltensmerkmalen, die für ein genetisches Syndrom charakteristisch sind.
Einschränkungen in den kognitiven Funktionen und in der Fähigkeit zur Regulation von Aktivität und Affekten können zu Verzögerungen im Spracherwerb und asynchronen Sprachprofilen beitragen.
Sie sollten in der Diagnostik und in der Planung von Maßnahmen zur Sprachförderung und Sprachtherapie berücksichtigt werden.



Jens Boenisch

Kernvokabular - Schlüssel zur gelingenden Kommunikation bei Kindern mit komplexer Behinderung

Wie kann man mit einem sehr begrenzten Wortschatz effektiv und erfolgreich kommunizieren? Bedingt durch die eingeschränkte Größe vom Kommunikationshilfen und aufgrund unterschiedlich kognitiver Voraussetzungen der Kinder ist dies die zentrale Frage in der Sprachförderung von schwer und komplex (mehrfach) behinderten Kindern, die auf Unterstützte Kommunikation (UK) angewiesen sind.
In Studien zur Alltagssprache von Schülern mit und ohne geistige Behinderung wurde das sogenannte Kernvokabular dieser Schülergruppen erfasst, mit demjenigen sprachlich unauffälliger Kinder verglichen und Konsequenzen für die Sprachförderung von unterstützt kommunizierenden Kindern abgeleitet.
Unterschiedliche Praxisbeispiele erläutern typische Probleme, neue methodische Zugänge und Prinzipien in der UK-Förderung.



Karolin Schäfer, Schellen, Julia

„UK funktioniert bei uns nicht!“ -
Woran kann es liegen?

Neben den vielfältigen Möglichkeiten, die Unterstützte Kommunikation (UK) bietet steht in der sprachtherapeutischen Arbeit insbesondere die Vermittlungmethodik im Vordergrund. Wie lernt man, unterstützt zu kommunizieren? Mit der Bereitstellung einer alternativen Kommunikationsform oder einer Kommunikationshilfe ist es in der Regel nicht getan. Kinder mit UK-Bedarf müssen über einen langen Zeitraum begleitet und dabei unterstützt werden, mit Methoden der UK kommunikative und sprachliche Kompetenzen zu erwerben. Dabei lohnt ein Blick auf die Meilensteine der regulären Sprachentwicklung. Eine Übertragung dieser Erkenntnisse auf den Einsatz von Unterstützter Kommunikation hilft, konkrete Ziele festzulegen, individuelle Fördermaßnahmen zu planen und mögliche typische Fallstricke zu vermeiden.
Der folgende Beitrag zeigt anhand einiger ausgewählter Fallbeispiele aus der Praxis, wie häufige Probleme bei der Auswahl und Durchführung von Maßnahmen der UK vermieden werden können.



Barbara Giel, Hellrung, Uta, Ostfalk, Christina

UK als gemeinsame Aufgabe von Förderschule und Sprachtherapie -
Das Moerser Kommunikationskonzept Schule

Mit diesem Artikel stellen wir ein interdisziplinäres Handlungskonzept zwischen Sonderpädagogik und Sprachtherapie vor, das aufzeigt, wie fachliche Ressourcen optimal genutzt werden können und wie die Kommunikation von Kindern/Jugendlichen mit eingeschränkter Lautsprache von der Eingangsklasse bis zu Berufspraxisstufe durchgängig gemeinsamer Gegenstand von Bildung und Therapie sein kann. Da dieses Konzept an verschiedenen Förderschulen im westlichen Ruhrgebiet (NRW) mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten und Beteiligung des Zentrums für Sprachtherapie (Zfs) und des Zentrums für Unterstützte Kommunikation (ZUK) Moers umgesetzt wird, stellen die folgenden Ausführungen exemplarisch die gemeinsame Arbeit an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung in der Stadt Duisburg dar.



Barbara Giel

MoRTI: Moderierte Runde Tische bei komplexen Sprach- und Kommunikationsstörungen

In diesem Artikel wird das Konzept der Moderierten Runden Tische (MoRTI) in seiner Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bei „komplexen“ Sprach- und Kommunikatiornsstörungen vorgestellt, die also im Gebrauch der Sprache und/oder der Kommunikation „umfassend“ eingeschränkt sind.
Dies kann sich auf die Rolle als Sender und/oder Empfänger beziehen. Bei komplexen Störungen können Moderierte Runde Tische als Werkzeug zur systematischen und ressourcenorientierten Vernetzung genutzt werden.
Sowohl im Kontext von Förderschule als auch im Kontext von Regelschule bietet das Konzept eine evidenzbasierte Struktur, um verschiedene Ressourcen und (Fach-)Perspektiven auf ein Kind oder einen Jugendlichen in konstruktiver Weise zur Entwicklung von lösungsorientierten spezifischen Teilhabezielen zu nutzen. MoRTI’s können in allen Kontexten (Frühförderung, Kita, Schule, nachschulische Lebenswelt) als Instrument der Vernetzung und Ressourcennutzung eingesetzt werden, nicht zuletzt, um Förder- und Therapieangebote aufeinander abzustimmen und damit dem Kind/Jugendlichen und seinem Umfeld eine bestmögliche Untersützung anzubieten.



Annika Hormozi

Eine Chance auf Teilhabe -
Einsatzmöglichkeiten von Unterstützter Kommunikation bei Rett-Syndrom

Das Rett-Syndrom ist die zweithäufigste Form der geistigen Behinderung bei Mädchen und Frauen.
Eines der Leitsymtome ist die Sprachentwicklungsstörung, die zumeist auch die präverbalen Kommunikationsfähigkeiten betrifft, d.h., kommunikative Fähigkeiten wie die Triangulierung oder den Einsatz von Gesten, die dem Erwerb der Lautsprache vorausgehen.
Häufig können sich die Betroffenen keiner lautsprachlichen und nur begrenzter nonverbaler Kommunikation bedienen. Infolgedessen sind ihre Möglichkeiten zur Partizipation im Alltag starkt begrenzt.
Wünsche und Bedürfnisse können oftmals nicht kommuniziert werden. Ob sie mehr Eis essen oder länger Musik hören, entscheiden andere für sie. Unterstützte Kommunikation (UK) mit dem grundlegenden Ziel der Verbesserung der Partizipation bietet einen Weg aus dem Abseits und eine Chance auf Teilhabe.
Dieser Artikel stellt Möglichkeiten des Einsatzes von UK bei Rett-Syndrom vor. Als Beispiel dient die kontrollierte Einzelfallstudie von Frey/Wagner (2015), in deren Rahmen eine Förderung der präverbalen Kommunikationsfähigkeiten im Sinne der Unterstützten Kommunikation zur Verbesserung der partizipativen Fähigkeiten bei einer erwachsenen Frau mit Rett-Syndrom durchgeführt wurde.



Gesa Borek, Gaubitz, Yvonne, Müller, Tanja

Sprachentwicklung und Sprachförderung bei Kinder mit Frailem-X

Dieser Artikel beschreibt die dringende Notwendigkeit der Beachtung neurophysiologischer Grundlagen für die Gestaltung der Sprachförderung bei Kindern und Erwachsenen mit Fragilem-X-Syndrom.
Der Fokus liegt nicht zwingend auf speziellen Konzepten, sondern auf der Sensibilität, die vorhandenen Ressourcen beim Kind zu erkennen und neurologische Besonderheiten aufgrund der genetischen Disposition zu verstehen, zu akzeptieren und das Therapiekonzept an diese Bedingungen anzupassen.
Therapeuten und Pädagogen geraten oft an ihre Grenzen, wenn sie diese fundamentalen Aspekte vernachlässigen. Es handelt sich um Notwendigkeiten, mit denen ein Therapieabbruch verhindert und die Förderung für alle beteiligten Personen (Kind, Angehörige, Bezugspersonen, Therapeut/Pädagoge) erfolgreicher gestaltet werden kann.
Aus diesem Grund konzentrieren wir uns in diesem Beitrag auf die Aufklärung über das Syndrom und basale Anregungen für die Realisierung der Sprachförderung bei betroffenen Menschen und Familien.



Julia Siegmüller, Preisinger, Irmhild, Beier, Judith

Unterstützung der Sprachentwicklung und (mögliche) Therapiemaßnahmen beim Wiliams-Beuren-Syndrom

Das Williams-Beuren-Syndrom (WBS) stellt mit einer Häufigkeit von 1:7500 bis 1:25000 Neugeborenen (Meyer-Lindenberg et al 2006) ein sehr seltenes, angeborenes Syndrom dar.
Der Bundesverband der WBS weist zum momentanen Zeitpunkt 557 Mitglieder auf, dennoch ist eine genaue Angabe hinsichtlich der Anzahl der Betroffener in Deutschland schwer vorzunehmen und wird fünfmal höher als die momentane Mitgliederzahl geschätzt. Das WBS-Syndrom zeigt seine Ausprägungen auf medizinischer, psychologischer, neuropsychologischer und neuroanatomischer Ebene (Bellugi et al 1999).
Hinsichtlich des Spracherwerbs Betroffener findet sich in der Literatur keine einheitliche Beschreibung, sodass ein umfassendes Bild der sprachlichen Fähigkeiten noch aussteht.
Dennoch lassen sich in der Entwicklung des Lexikons und der Grammatik bei Kindern mit WBS Besonderheiten feststellen, die im folgenden Beitrag dargestellt werden.
Es wird ebenso auf mögliche logopädische Interventionsmöglichkeiten eingegangen, die bei dem sehr heterogenen Spracherwerb von Kindern mit WBS jedoch keinesfalls pauschal formuliert werden können.



Birgit Henning

Interaktion und Kommunikation mit schwerstbehinderten Kindern -
Grundlagen, Ziele und Praxis einer systematischen Förderung

Die Zielgruppe für sprachtherapeutische Maßnahmen sind im vorliegenden Beitrag Kinder, die
- sich in einem vorsprachlichen Bereich der Entwicklung befinden
- noch nicht intentional kommunizieren,
- zusätzlich zur geistigen und körperlichen Beeinträchtigung oft auch
Sinnesbeeinträchtigungen aufweisen,
- Unterstützung in den Lebensprozessen benötigen und
- oft bei der Regulation ihrer Aufmerksamkeits- und Verhaltenszustände auf eine
einfühlsame Unterstützung ihrer Bezugspersonen angewiesen sind.
Aufgaben einer Sprachtherapie und Kommunikationsförderung liegen in interaktionalen Bezügen und in eineer Anbahnung von (Vorläufer-)Fähigkeiten zur intentionalen Kommunikation mit vorsprachlichen Mitteln. Dabei können auch einfache elektronische Hilfsmittel zum Einsatz kommen.
Wichtige Prinzipien der Förderung sind eine konsistente und kontingente Antwortbereitschaft der Bezugspersonen in inhaltlicher und zeitlicher Abstimmung auf die individuellen Voraussetzungen des Kindes, vorhersagbare und bedeutungsvolle Routinen im Alltag, wiederholte Gelegenheiten, Interaktionen und Handlungen zu initieren, sowie in allen Punkten ein sorgfältig und systematisch geplantes Arrangement der Interventionen mit Absprachen zwischen allen am Prozess beteiligten Personen.



Vorschau: Heft 1/2018

Hans Joachim Motsch (Basisartikel)


Nitza Katz-Bernstein
Die idiographische Betrachtungsweise des Stotterns


Margit Berg
Kontextoptimierung – Die Therapie grammatisch gestörter Kinder auf dem Weg zum Goldstandard


ESGRAF – Vom spieldiagnostischen Screening zum psychometrischen Testverfahren
Andreas Mayer


Ist das noch normal? Robuste empirische Daten zum Grammatikerwerb vier- bis neunjähriger Kinder
Tanja Ulrich


Neue Wege des Wortlernens mit dem Wortschatzsammler
Dana Marks



(Themenänderung vorbehalten)
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