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Aktuelle Ausgabe



Heft 3/2018



Dagmar Killus

Lernstrategien im Unterricht - Basisartikel

Lernstrategien gelten als Bedingung für selbständiges, erfolgreiches und lebenslanges Lernen.
Mit Lernstrategien sind jene Verhaltensweisen und Gedanken gemeint, die Schülerinnen und Schüler aktivieren, um den eigenen Lernprozess zu beeinflussen. Sie umfassen kognitive Prozesse, metakognitive Prozesse sowie motivationale Aspekte des Lernens.
Angesichts einer Vielzahl verschiedener, miteinander in einer dynamischen Wechselbeziehung stehender Lernstrategien ist ihr Erwerb anspruchsvoll und langwierig.
Mit dem Eintritt in die Grundschule setzt eine sich rasch vollziehende Entwicklung von Lernstrategien ein, die über die gesamte Schulzeit hinweg anhält und in einer zunehmend kompetenten Strategieanwendung Ausdruck findet.
Für eine Diagnose stehen Lernkräften unterschiedliche Methoden zur Verfügung (z.B. Lernstrategieinventare, Interviews oder Beobachtungen), die mehr oder weniger handlungsnah und standardisiert sind. Daraus lassen sich Hinweise für eine adrssatengerechte Förderung ableiten, die sinnvollerweise direkte Ansätze (Lernstrategiern werden expliziert vermittelt und trainiert) mit indirekten Ansätzen (Lernumgebungen werden so gestaltet, dass Lernstrategien aktiviert werden) kombiniert.



Tanja Ulrich

Der neue Blick, der neue Mut, das neue Know-How: Möglichkeiten der Umsetzung von Wortlernstrategien im Unterricht

Kinder im Schulalter stehen vor der besonderen Herausforderung, jeden Tag eine Vielzahl neuer Wörter lernen zu müssen.
Insbesondere spracherwerbsgestörte Kinder benötigen eine spezifische Unterstützung um den curricular vorgesehenen Fachwortschatz zu erwerben. Strategieorientierte Wortschatzarbeit hat sich im therapeutischen Kontext als effektiv erwiesen (Motsch et al 2018).
Das Ziel des Therapiekonzepts „Wortschatzsammler“ ist es, den Kindern lexikalische Lernstrategien an die Hand zu geben, mit deren Hilfe sie eigenaktiv ihre lexikalischen Fähigkeiten erweitern und neue Wörter sicher erwerben, differenziert abspeichern und zielgerichtet abrufen können.
Erste Machbarkeitsstudien sowie Erfahrungen von Lehrkräften aus der Praxis zeigen, dass sich die Vermittlung lexikalischer Lernstrategien gut in unterrichtliche Kontexte einbinden lässt.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten, die Prinzipien des Wortschatzsammler-Konzepts in förderschulische sowie inklusive unterrichtliche Kontexte zu implementieren.



Ellen Bastians

Vermittlung von lexikalisch-semantischen Strategien im Fachunterricht der Sekundarstufe I mit dem Fach-/Wortschatz-Lernstrategie-Training (FWLT)

Die Adaption des „Wortschatzsammlers“ von Motsch et al (2018) für die Skundarstufe I - das Fach-/Wortschatz-Lernstrategie-Training (FWLT) - zeigt auf, wie Kindern und Jugendlichen im Gemeinsamen Lernen differenziert Strategien vermittelt werden können, die fächerübergreifend zur Erweiterung ihrer lexikalisch-semantischen Sprachkompetenzen beitragen.
Das Fach-/Wortschatz-Lernstrategie-Training (FWLT) (Bastians 2016a) bietet in Zeiten kompetenzorientierter Didaktik die Möglichkeit, individuell die vorhandenen Übungsformate und Lernstrategien sowohl im Fachunterricht evidenzbasiert differenzierend und kriteriengeleitet anzubieten, als auch den von den SchülerInnen selbstgesteuerten und dokumentierten Lernprozess beratend begleiten.



Marc Smasal

Unbekannte Wörter aus dem Kontext erschließen und dadurch fremdsprachige Texte besser verstehen.
Ein Unterrichtskonzept zur Vermittlung der Lesestrategie Inferieren

Das hier vorgestellte Unterrichtskonzept zielt auf die handlungsorientierte Vermittlung deklarativen 8wissen was), prozeduralen (wissen wie) und konditionalen (wissen wann) Wissens über Lernstrategien beim Lesen von Texten in Deutsch als Fremdsprache.
Exemplarisch werden dazu konkrete unterrichtliche Maßnahmen zur Förderung der Lesestrategie inferieren (Erschließung eines unbekannten Wortes aus dem Kontext) vorgestellt, die sich an den Prinzipien der strategiebasierten Instruktion (Chamot et al. 1999, Rubin et als 2007) orientieren.
Lehrkräfte anderer Fremdsprachen können das Konzept auf ihren Fremdsprachenunterricht übertragen und die Aktivitäten den entsprechenden Anforderungen anpassen.



Kim Schick, Rohde, Andreas

Wortlernstrategien im Englischunterricht für Lehrer mit lexikalischen Störungen

Symptome spezifischer Spracherwerbsstörungen (SSES) zeigen sich auch beim Erwerb einer Fremdsprache in jenen Bereichen, in denen auch der Erstsprachenerwerb betroffen ist.
Im Rahmen einer SSES sind implizierte Erwerbsmechanismen und das Sprachsystem der Erstsprache, das als wichtiger Bezugspunkt gilt, beeinträchtigt (Ruberg/Rothweiler 2016).
Enstsprechend lassen sich Fördermaßnahmen aus der Sprachheilpädagogik und der Fremdsprachendidaktik miteinander verknüpfen.
Der folgende Artikel soll hierzu einen Beitrag leisten.
Zunächst wird eine Rahmenstruktur zur methodischen Gestaltung von Englischstunden im Primarbereich vorgestellt. Hierdurch soll Lehrkräften und Schülern ein Orientierungsrahmen geboten werden, der zu mehr Unabhängigkeit vom Englischlehrwerk führt und mit den Prinzipien der modernen Fremdsprachendidaktik vereinbar ist. In einem zweiten Schritt wird dargestellt, wie ein für lexikalisch gestörte Kinder konzipiertes Wortlernstrategietraining in einen solchen Englischunterricht sinnvoll integriert werden kann.
Sowohl der ritualisierte Standardablauf als auch das Wortlernstrategietraining wurden im Englischunterricht einer ersten Klasse im Rahmen einer Studie an der Universität Köln erprobt (Schick 2018).



Maximilian Hamann

Förderung mathematischen Faktenwissens durch die Vermittlung von Speicher- und Abrufstrategien

Das Konzept zur Förderung mathematischen Faktenwissens durch die Vermittlung von Speicher- und Abrufstrategien basiert auf den Ergebnissen eines Forschungsprojektes, das am Lehrstuhl für Sprachheilpädagogik an der LMU München durchgeführt wurde.
Es verfolgt das Ziel, Kindern mit spezifischen Spracherwerbsstörungen und mathematischen Lernschwierigkeiten das Herleiten von Einmaleinsaufgaben und deren Ergebnissen sowie den automatisierten Abruf des Gelernten zu ermöglichen. Zu diesem Zweck erlernen die Kinder heuristische Strategien (die Tauschaufgabe, die Nachbaraufgabe, halbieren/verdoppeln, das Zerlegen sowie eine Speicherstrategie, den sogenannten „Speicher-Rap“.
Mit Hilfe verschiedener optimierter Übungsformate (Memory, Domino, Arbeitsblätter) und einem speziell konzipierten Computerprogramm soll das Wissen über das kleine Einmaleins automatisiert werden.



Andreas Mayer

Die Lesetricks von Professor Neugier -
ein strategieorientiertes Konzept zur Förderung des Textverständnisses

Texte lesen und verstehen zu können, spielt in nahezu allen Lebensbereichen eine wesentliche Rolle.
Insbesondere in schulischen Kontexten wird spätestens ab der dritten Klasse in nahezu allen Fächern erwartet, dass sich Schülerinnen und Schüler schulische Inhalte aus gedruckten Texten selbständig aneignen können.
Untersuchungen belegen jedoch die Schwierigkeiten deutscher Kinder vor allem bei Aufgaben, die ein differenziertes Verständnis des Gelesenen erfordern. Um die Kinder bei der zu diesem Zweck notwendigen aktiv-strategischen Auseinandersetzung mit Textinhalten zu unterstützen, werden in der Literatur Lesestrategien als aussichtsreiche Kandidaten diskutiert.
Im Förderkonzept „Lesetricks von Professor Neugier“ (Mayer et al in Vorb.) werden diese Strategien angepasst an die kognitiven Voraussetzungen und Bedürfnisse lern- und leseschwacher Schülerinnen und Schüler ab der vierten Klasse, in 24 Fördereinheiten systematisch und strukturiert vermittelt.



Judith Küppers

Die Lesedetektive - Lesestrategien für leseschwache Schülerinnen und Schüler

Wir werden Lesedetektive ist ein strategieorientiertes und nachweislich wirksames Unterrichtsprogramm für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 mit gravierenden Leseproblemen (Antoniou 2006, Souvignier/Rühl 2005).
Das Programm wird von Lehrerinnen und Lehrern in ihrem Unterricht durchgeführt und ist in eine „kriminalistische“ Rahmenhandlung eingebettet.
Die Kinder werden zu Lesedetektiven ausgebildet.
Die einzelnen Lesestrategien lernen sie als Detektivmethoden kennen. Vermittelt werden nacheinander eine elaborierende, eine matakognitive und zwei reduktiv-organisierende Lesestragien. Diese Strategien werden durch eine übergeordnete Strategie der Planung, Überwachung und Kontrolle des Strategieeinsatzes sinnvoll ergänzt. Das Programm umfasst sechs Unterrichtseinheiten, für die insgesamt etwa 25 bis 30 Schulstunden benötigt werden.



Nadine Spörer

Lesestrategien unterrichtsintegriert vermitteln, verstehendes Lesen fördern.

In diesem Beitrag wird eine Unterrichtseinheit zur Förderung des verstehenden Lesens für vierte und fünfte Jahrgangsstufen vorgestellt.
Ausgehend vom Konstrukt der Lesekompetenz werden zunächst theoretische Modelle zum Einfluss individueller Merkmale auf das Leseverständnis und zum Zusammenspiel von ko- und selbstreguliertem Lernen erläutert.
Anschließend werden die zentralen Elemente der Förderung dargestellt.
Hierzu zählen die Vermittlung der vier Lesestrategien Klären, Fragen, Zusammenfassen und Vorhersagen und die Art der Texterschließung, das sogenannte reziproke Lehren.
Die Förderung umfasst 14 Unterrichtsstunden, deren Umsetzung Schritt für Schritt beschrieben wird. Zur Absicherung der Wirksamkeit liegen umfassende Interventionsstudien vor, die im Überblick dargestellt werden.
Die Unterrichtseinheit gehört somit zu den evidenzbasierten Methoden zur Förderung des Lesevertständnisses.



Katharina Galuschka

Früherkennung und Förderung von Kindern mit Schwierigkeiten im Rechtschreiben

Anhaltende Rechtschreibschwierigkeiten können das akademische Selbstkonzept, die Schul- und Berufswohl sowie die psychische Gesundheit der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Deshalb ist es zentral, den Rechschreibschwierigkeiten und ihren kurz- und langfristigen Auswirkungen so schnell wie möglich, mit den passenden Fördermethoden entegenzuwirken.
Dieser Beitrag schildert Wege und Möglichkeiten, wie eine effektive Früherkennung und eine darauf aufbauende Förderung umgesetzt werden kann.
Dafür wird auch auf das in den USA entwickelte Response-to-Intervention-Modell eingegangen, das aus einem dreistufigen Vorgehen zur Lernverlaufskontrolle und Fördrung besteht. Zudem skizziert der Artikel den Aufbau einer evidenzbasierten Rechtschreibförderung, beschreibt einige der zentralen orthographischen Problembereiche und geht auf die gängigen Vermittlungsstrategien bei der Förderung ein.



Vorschau: Heft 4/2018

Daniela Kiening
Orofaziale Störungen (Basisartikel)


Laura Ruben, Constanze Wittich
Therapie bei orofazialen Störungen nach dem MyoMot-Konzept


Meike Otten, Petra Schuster
Funktionales Mundprogramm


Iris Förster, Anita Kittel
MFT 4-8 sTArs


Martha Wyduba
Spiraltherapie Ans Lot orientiert: Wahrnehmen, Kommunizieren, Essen und Trinken im Einklang mit der Schwerkraft


Angelika Enders
Therapie nach Castillo Morales



(Themenänderung vorbehalten)
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