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Aktuelle Ausgabe



Heft 1/2022



Isabella Colthorp, Robert Richter

Videobehandlung in der Stottertherapie Teletherapie in der Behandlung des Stotterns – ein Erfahrungsbericht aus der Praxis

Teletherapie und speziell Videotherapie rücken in letzter Zeit insbesondere im Zusammenhang mit den pandemiebedingten Einschränkungen immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit. Aufgrund der Corona-Pandemie 2020/2021 wurden viele Therapiebereiche auf das Videoformat verlagert. Vorliegende Studien weisen darauf hin, dass die Ergebnisse unter bestimmten Bedingungen denen der Präsenztherapie nicht wesentlich nachstehen. Im Beitrag wird dargestellt, dass Videotherapie als Ersatz für eine durchführbare Präsenztherapie kritisch zu sehen ist. Bei Vorliegen bestimmter pragmatischer Gründe oder bei der Bearbeitung von Teilaspekten in der Stottertherapie kann Videotherapie künftig aber durchaus eine Rolle spielen.

Der Artikel soll zeigen, unter welchen Bedingungen Teletherapie im Vorschulalter, bei stotternden Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsen erfolgreich durchgeführt werden kann. Die dafür fokussierten Therapieansätze sind die Lidcombe Therapie (Richter et al. 2019), KIDS (Sandrieser/Schneider 2015) und der Modifikations-ansatz nach Van Riper (Van Riper 1986). Pandemiebedingt haben die Autoren umfassende Erfahrungen mit Videotherapie in allen Altersgruppen sammeln können.



Reinhard Werth

Differenzierte Diagnostik und effektive Therapie der Legasthenie mit Hilfe des celeco-Programms

Lesen kommt durch die Koordination verschiedener Hirnleistungen zustande. Eine reduzierte Leistungsfähigkeit jeder dieser Einzelleistungen kann eine Lesestörung hervorrufen, die den Kriterien für die Diagnose einer Legasthenie genügt. Da die Legasthenie ganz unterschiedliche Ursachen haben kann, erfordert eine zielgerichtete Therapie, dass die jeweiligen Ursachen der Lesestörung erkannt und in der Therapie berücksichtigt werden.

An der Universität München wurde ein PC-gestütztes Verfahren (celeco) entwickelt, das es erlaubt, die Hirnleistungen, deren eingeschränkte Funktionstüchtigkeit kausal für eine Legasthenie verantwortlich sein können, differenziert zu diagnostizieren und Lesestörungen ursachenbezogen zu therapieren.

Beim celeco-Programm handelt es sich um ein neuartiges, patentiertes Diagnose- und Therapieverfahren, dessen Effektivität in fünf wissenschaftlichen Studien mit mehr als 350 legasthenen Kindern nachgewiesen werden konnte. Mit Effektstärken von bis zu cohen’s d = 2.6, die bereits nach weniger als 30 Minuten Übung erreicht wurden, ist das Konzept weitaus wirksamer ist als alle bisherigen, über lange Zeit durchgeführten Lesetherapieverfahren.

Nachdem die Kinder eine individuell auf sie zugeschnittene neue Lesestrategie verwendeten, konnte die Zahl der Lesefehler beim freien, d. h. ohne Computerunterstützung durchgeführten Lesen eines altersgerechten Textes bereits nach dieser kurzen Zeit auf etwa ein Drittel reduziert werden.



Korbinian Burlefinger

Materialauswahl und didaktische Umsetzung von Videotherapien bei spezifischen Sprachent-wicklungsstörungen

LogopädInnen steht mit der Videotherapie ein neues Feld an Möglichkeiten offen. So lässt sich diese Therapieform nicht nur als Ausweichmöglichkeit betrachten, sondern ermöglicht es, vielfältig einsetzbare Methoden zur Zielerreichung bei spracherwerbsgestörten Kindern einzusetzen. Die Videotherapie ist bei SSES in keiner Weise kontraindiziert, kann deshalb meist bedenkenlos eingesetzt werden und ist deshalb als positive Chance zu sehen. Der großen Bandbreite an Störungsausprägungen der SSES stehen ebenfalls beachtliche Auswahlmöglichkeiten an Vorgehensweisen gegenüber, die man in der Videotherapie anwenden kann.

In diesem Artikel werden der Einsatz von frei erhältlichen Onlinematerialien, dem Medium PowerPoint, selbst erstellten digitalen Materialien, Apps und der optimierte Einsatz von traditionellen Übungsspielen angerissen. Eine vollständige Darstellung ist in diesem Rahmen nicht möglich. Somit werden nur einige Vorgehensweisen und Materialien beispielhaft dargestellt.

Ob Therapeuten alle technischen Funktionen des jeweiligen Videodienstanbieters ausnutzen oder nur einige Kniffe übernehmen, um lexikalische, semantische, morphologische, syntaktische oder auch phonologische Therapieziele zu erreichen, bleibt jedem Logopäden selbst überlassen. Die Möglichkeiten des Therapeuten werden oftmals durch einen Mangel an Kreativität, keinen Mangel an technischen Umsetzungsmöglichkeiten eingeschränkt. Erfolgreiche, variationsreiche und für die Patienten profitable Videotherapien sind jetzt schon möglich.



Alexander Fillbrandt

Mit dem iPad interaktives Therapiematerial er-stellen

Therapiematerial kann mit einer Präsentationssoftware wie Keynote auf einem iPad gestaltet und konzipiert werden. Neben Texten können auch die multimedialen Fähigkeiten des Gerätes genutzt werden, um digitales Therapiematerial zu erstellen. Mit etwas Vorarbeit lassen sich aber auch interaktive Arbeitsblätter erzeugen, die mit den Patientinnen und Patienten gemeinsam genutzt werden können. Alle denkbaren Auswahlaufgaben mit einem Lösungsitem sind dafür geeignet. Mit Keynote lassen sich Präsentationen erstellen, die in Vorträgen oder Sessions abgespielt werden. Also ist Keynote das iPad-Äquivalent zu PowerPoint. Was man aber auch mit Keynote machen kann, sind interaktive Therapiematerialien. Wie das geht, was man für Voraussetzungen erfüllen muss und warum das ziemlich cool ist, soll diese Anleitung zeigen.



Karin Reber, Elisabeth Wildegger-Lack

Erzählkompetenz in Schule und Therapie: Kreativ sein mit digitalen Medien


Digitale Medien sind Teil unseres Alltags und werden auch in Unterricht und Therapie mehr und mehr unverzichtbar. In den Beitrag wird zuerst kurz auf die Begriffe Erzählfähigkeit und digitale Medien eingegangen. Der Schwerpunkt liegt dann auf einer praxisnahen Beschreibung konkreter Umsetzungsmöglichkeiten für die Förderung und Therapie der Erzählfähigkeit bei Kindern im Vor- und Grundschulalter sowie in Gruppensettings.



Michael Wahl

Teletherapie in der Sprachtherapie/Logopädie – Neue Formen der Versorgung von Patienten mit sprachlichen Beeinträchtigungen


Mit Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hat sich die Situation der Versorgung von Patienten mit sprachlichen Beeinträchtigungen grundlegend geändert. Teletherapeutische Verfahren gehören nunmehr zum Standard im Alltag von Therapeutinnen. Die Durchführung erfolgreicher videogestützter Therapien ist nicht voraussetzungsfrei und erfordert sowohl aufseiten der Therapeutinnen als auch der Patienten eine grundlegende Bereitschaft, sich auf diese Form technikgestützter Therapien einzulassen.

Der Beitrag gibt einen Abriss über digitale Gesundheitstechnologien, die Notwendigkeiten zum Einsatz von Teletherapie in der Sprachtherapie/Logopädie und fokussiert technische Voraussetzungen zur erfolgreichen Durchführung. Zum Ende werden Aspekte der Akzeptanz des Einsatzes von Technologien seitens der Patienten und der Behandler angesprochen.



Hanna Jakob

neolexon Artikulations-App für Kinder mit pho-netischen und phonologischen Aussprachestörungen

Die neolexon Artikulations-App richtet sich an Kinder mit phonetischen und phonologischen Aussprachestörungen. Die App kann entweder als motivierendes Eigentraining als Ergänzung zur regulären Sprachtherapie zuhause oder während der Therapiestunde eingesetzt werden. Die Kosten zur Nutzung der Artikulations-App im Eigentraining werden bereits von über 70 Krankenkassen erstattet.

Der Therapeut stellt die App individuell auf die Aussprachestörung des Kindes ein. Dabei können die zu übenden Ziel- und Ersatz-laute sowie auszuschließende Laute aus dem gesamten Lautinventar des Deutschen flexibel ausgewählt werden. Hierzu stehen 860 kindgerechte Wörter und über 1.500 Pseudowörter/Silben zur Verfügung. In der App kann der Therapeut aus fünf Spielmodulen wählen und diese je nach Therapiephase für das Kind aktivieren. Die Übungen sind als animierte Spiele gestaltet. Es stehen Spielmodule zur auditiven Identifikation von Lauten und deren Position im Wort sowie zur Lautproduktion (initial, medial und final) in Wörtern sowie auf Satz- und Textebene zur Verfügung. Die beim Üben produzierten Wörter und Geschichten werden über das Endgerät aufgenommen und in einem Abenteuerbuch in der App gespeichert, wo sie gemeinsam mit dem Kind angehört und bewertet werden können.



Maria Barthel, Silke Wittmar, Bernhard Borgetto, Juliane Leinweber

Videotherapie mit Kindern in der ambulanten Sprachtherapie – Erfahrungen aus der Praxis werden zu Empfeh-lungen für die Praxis

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie kann aufgrund von Sondergenehmigungen der Krankenkassenverbände auf Bundesebene und des GKV-Spitzenverbandes seit März 2020 Sprach-, Sprech-, Stimm- und eingeschränkt Schlucktherapie als Videotherapie angeboten werden, um die notwendige Versorgung von Patientinnen so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Zum ersten Mal kann Videotherapie als telemedizinische Leistung in der ambulant sprachtherapeutischen Praxis in Deutschland angeboten und durchgeführt werden.

In diesem Artikel werden Kernaussagen und Handlungsempfehlungen für die Videotherapie mit Kindern in der ambulanten Sprachtherapie vorgestellt. Dabei werden die Kernaussagen und Empfehlungen zur (video-) therapeutischen Interaktion zwischen Kindern, Eltern und Therapeutinnen fokussiert. Sie basieren auf einer Umfrage zu Praxiserfahrungen, die Therapeutinnen mit videobasierten Therapien mit Kindern in der ambulanten Sprachtherapie gemacht haben, auf Videointeraktionsanalysen durchgeführter Videotherapien und auf Erkenntnissen aus Literatur zur Videotherapie mit Kindern.



Kristina Jonas, Petra Jaecks

Digitale Sprachdiagnostik im Schulalter


Eine umfassende Diagnostik stellt den Beginn einer jeden Sprachfördermaßnahme bzw. sprachtherapeutischen Behandlung dar. Neben den klassischen Kriterien der Testgüte gilt die ökologische Validität als Qualitätsmerkmal einer guten Diagnostik, und das gleichermaßen für analoge und digitale Diagnostik.

Da der Lebensalltag immer digitaler wird und sich damit auch die Anforderungen an die digital-sprachlichen Fähigkeiten verändern, bietet die digitale Diagnostik vielfältige Möglichkeiten einer ökologisch validen, d. h. alltagsnahen Diagnostik. Doch obwohl die Digitalisierung immer weiter voranschreitet und einen sehr großen Anteil an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen hat, wird Diagnostik bislang nur selten digital umgesetzt.

Vielmehr herrscht digitalen Anwendungen gegenüber in der Sprachtherapie und -förderung im Allgemeinen sowie gegenüber der digitalen Diagnostik im Besonderen immer noch eine weit verbreitete Skepsis. Im Rahmen dieses Artikels werden computerunterstützte bzw. digitale Verfahren vorgestellt, die die sprachlichen Leistungen von Schulkindern und Jugendlichen erheben und auch telediagnostische Erkenntnisse diskutiert. Dabei wird aufgezeigt, dass es mittlerweile in den unterschiedlichen Bereichen sprachheilpädagogischer, pädagogischer und sprachtherapeutischer Diagnostik digitale Verfahren gibt. Es ist jedoch festzuhalten, dass der Umfang und die Art der Digitalisierung von Tests noch deutlich unterschiedlich sind. So ist teilweise lediglich die Auswertung durch eine Software unterstützt, vermehrt erfolgen Durchführung, Auswertung und Interpretation vollständig computerbasiert oder online.



Vorschau: Heft 2/2022

Thema: Pragmatik und pragmatische Störungen

Julia Büttner
Pragmatik und pragmatische Störungen – Basisartikel


Laura Avemarie, Claudia Becker
Pragmatische Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen mit Hörbehinderungen


Ulla Licandro, Tanja Jungmann
„Erzähl doch mal ...“ – Förderung der Erzählfähigkeiten im pädagogischen Alltag


Markus Spreer, Stephan Sallat
Diagnostik pragmatischer Fähigkeiten


Markus Spreer, Stephan Sallat
Förderung pragmatischer Fähigkeiten bei Jugendlichen


Theresa Strätz
Behandlung pragmatischer Störungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie


Stephanie Schulte-Busch
Therapie von kindlichen Erzählkompetenzen


Svenja Obry
Verständnis von Idiomen


Isabel Neitzel
So vieles zu erzählen! Therapeutische Erarbeitungsmöglichkeiten narrativer Elemente



(Themenänderung vorbehalten)
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