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Aktuelle Ausgabe



Heft 2/2019



Marc Schmidt

Kinder in der Kita mehrsprachig fördern

In Kindertagesstätten begegnen sich Kinder mit ganz unterschiedlichem sprachlichen Hintergrund. Eine hohe Anzahl der Kinder hat bereits im Elternhaus Kontakt mit mehreren Sprachen. Viele Kinder verstehen nur wenig Deutsch. Zudem gibt es sogenannte bilinguale Kitas, in denen neben der deutschen Sprache konsequent eine zweite als Umgangssprache verwendet wird.

Aufgrund dieser komplexen multilingualen und multikulturellen Situation ist es wichtig, dass in Kitas ein mehrsprachiges Konzept umgesetzt wird, welches auf wichtigen Erkenntnissen aktueller Forschungsarbeiten und daraus abgeleiteten Prinzipien beruht. Das Konzept der „Kontrastoptimierung“ (Schmidt 2014 a, 2018) basiert auf zehn evidenzbasierten Prinzipien mehrsprachiger Förderung.

Im Beitrag wird die Umsetzung dieser Prinzipien v. a. anhand der sprachfördernden Formate „Geschichten erzählen“ und „Rollenspiele umsetzen“ im Kontext des Rahmenthemas „Geburtstag feiern“ aufgezeigt.



Anke Buschmann

Heidelberger Interaktionstraining zur alltagsintegrierten Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita

Das Heidelberger Interaktionstraining HIT zielt auf eine Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte im Sinne einer responsiven und sprachförderlichen Interaktionsqualität in natürlichen Situationen. Die Effektivität des HIT hinsichtlich einer nachhaltigen Veränderung des Interaktionsverhaltens sowie einer positiven Auswirkung auf den Spracherwerb der Kinder wurde bereits nachgewiesen.

Mit aktueller Untersuchung wurde geprüft, ob mit einer Teilnahme am HIT ein Abbau von Unsicherheit im Umgang mit wenig sprachkompetenten Kindern erfolgt, sowie ein Zuwachs an sprachförderrelevantem Fachwissen und Handlungskompetenz zu verzeichnen ist. In einem Prä-Post-Design wurden 116 Fachkräfte aus 10 HIT Kursen befragt. Die Fachkräfte fühlten sich nach der Teilnahme am HIT signifikant sicherer in der Interaktion mit sprachschwachen Kindern. Sie schätzten sich kompetenter in der Beurteilung des Sprachstands ein- und mehrsprachiger Kinder ein und fühlten sich besser in der Lage, sprachschwache Kinder in ihrer Sprachentwicklung zu unterstützen. Zudem führten die praktischen Übungen und die begleitende Supervision mit Videoanalyse subjektiv zu einer hohen Sicherheit in der Anwendung von Methoden der alltagsintegrierten Sprachbildung.



Marina Weiland

Sprachstandserfassung im Elementarbereich für ein- und mehrsprachige Kinder am Beispiel des hessischen Kindersprachscreenings KiSS

Mit dem hessischen Kindersprachscreening (KiSS) wird ein Verfahren zur flächendeckenden Sprachstandserhebung im Kindergartenalter vorgestellt. Es richtet sich an ein- und mehrsprachige Kinder im Alter von vier Jahren und wird von Erzieherinnen in der Kindertagesstätte (Kita) durchgeführt. Die Empfehlung erfolgt durch sogenannte Sprachexperten aus sprachtherapeutischen Berufsgruppen, die von den jeweiligen Gesundheitsämtern beauftragt sind und den Kitas auch als Ansprechpartner dienen. Aus dem Screening lassen sich auffällige sprachliche Bereiche sowie Risikofaktoren ableiten, die eine regelhafte Sprachentwicklung beeinflussen und ggf. beeinträchtigen und entweder medizinisch und sprachtherapeutisch abgeklärt und therapiert oder in der Kita intensiv gefördert werden sollten.



Marina Weiland

Alltagsintegrierte Sprachförderung auf der Grundlage der Ergebnisse des hessischen Kindersprachscreenings KiSS

Basierend auf den Ergebnissen des Kindersprachscreenings (KiSS, vgl. Beitrag von Weiland et al. in dieser Ausgabe) werden nachfolgend Möglichkeiten der alltagsintegrierten Sprachförderung in den Kindertagesstätten dargestellt. Diese können durch die Erzieherinnen auf die erforderlichen spezifischen Sprachebenen, beispielsweise Aussprache oder Grammatik, übertragen werden.

Anwendung finden hierbei besonders die Methoden der kindgerichteten Sprache. Skizziert werden das handlungsbegleitende Sprechen sowie Modellierungstechniken wie die Expansion und das Corrective Feedback. Anhand von vier Fallbeispielen soll die praktische Umsetzung der Sprachförder-maßnahmen während alltäglicher Situationen in der Kita veranschaulicht werden.



Tanja Jungmann

Alltagsintegrierte Förderung der frühen Erzähl- und Lesekompetenzen in Kindertagesstätten

Das kindliche Interesse an der Buch-, Schrift-, Erzähl- und Reimkultur (Early Literacy) und somit auch an schriftsprachrelevanten Aspekten ihrer Lernumgebungen beginnt in der Regel weit vor dem Schuleintritt. Die frühen Erzähl- und Lesekompetenzen gehen dem Schriftspracherwerb im engeren Sinne voraus und haben sich zudem als gute Prädiktoren der späteren Lese- und Rechtschreibleistungen in der Schule erwiesen.

Daher sollte neben der phonologischen Bewusstheit auch die Erzählfähigkeit, die Schrift- und Buchstabenkenntnis bereits in der Kindertagesstätte alltagsintegriert gefördert werden. Der Beitrag gibt einige Anregungen, wie diese schriftsprachrelevanten Kompetenzen durch eine entsprechende Raum- und Interaktionsgestaltung (Struktur- und Prozessqualität) positiv beeinflusst werden können.



Ulrike Stiller

Sprachreich© – ein alltagsintegriertes Sprach-förderkonzept









Der Alltag frühpädagogischer Fachkräfte wird im Wesentlichen davon bestimmt, junge Kinder in allen Entwicklungsbereichen (Sensorik, Motorik, Sozialverhalten, Sprache und Kognition) altersangemessen zu unterstützen. Dabei ist die Förderung der Sprachentwicklung eine besonders wichtige Aufgabe, weil sie als Basiskompetenz für den weiteren Bildungsweg gilt.

Das Konzept Sprachreich© (dbl 2008, 2015) bietet Erzieherinnen die Möglichkeit, die für diese bedeutsame Aufgabe notwendigen Fähigkeiten zu entwickeln und zu vertiefen, um Kinder in den unterschiedlichsten Kommunikationszusammenhängen bewusst, vielfältig und kompetent sprachlich fördern zu können.

Da das Konzept Prinzipien für die alltagsintegrierte Sprachförderung vermittelt, kommt es ohne zusätzliche Materialien und Aufgabenstellungen aus. Dies unterstützt und erleichtert die Anwendung und Weiterentwicklung von Sprachförderkompetenzen im beruflichen Alltag.

Ein wesentlicher Baustein von Sprachreich© ist es, die kommunikativen Fähigkeiten von Erzieherinnen gegenüber einsprachigen und mehrsprachigen Kindern auf jedem Entwicklungsniveau zu stärken. Dies gelingt einerseits über die Vermittlung von Wissen zum normalen Spracherwerbsverlauf und andererseits durch Anwendung verschiedener konkreter sprachfördernder Verhaltensweisen, die den Kindern den Zugang zur Kommunikation erleichtern und sie zum selbstbewussten Umgang mit Sprache anregen.

Sprachreich© ist modular aufgebaut und kann den Bedürfnissen einer Kindertagesstätte und den besonderen Fragestellungen der Mitarbeiter zum sprachfördernden Umgang mit Kindern angepasst werden.



Christine Beckerle

Sprachförderliche Interaktionsgestaltung im Kita-Alltag: Der Einsatz von Sprachfördertechniken in unterschiedlich komplexen Situationen



Edith Bauer

Beobachtung in der Alltagsintegrierten Sprachförderung

In dem Beitrag liegt der Fokus auf dem Einsatz von Sprachfördertechniken in unterschiedlichen Situationen des Kita-Alltags. Sprachfördertechniken gelten als zentrale Methode alltagsintegrierter Sprachförderung und können – eingebettet in Dialoge und Interaktionen – genutzt werden, um Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen individuell sprachlich anzuregen.

Es werden zunächst unterschiedliche Situationen des Kita-Alltags hinsichtlich ihrer Komplexität und ihres „Sprachförderpotenzials“ beleuchtet. Daraufhin werden die Bedeutung und Vielfalt von Sprachfördertechniken theoretisch erläutert und anhand von Beispielen illustriert. Im Anschluss werden Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Gelingensbedingungen alltagsintegrierter Sprachförderung im Elementarbereich (allE)“ vorgestellt. Diese zeigen, dass frühpädagogische Fachkräfte im Kita-Alltag häufiger Sprachfördertechniken einsetzen, wenn die Situationen weniger komplex sind (z. B. dyadische Bilderbuchbetrachtung). Situationen mit einer höheren Komplexität (z. B. Freispielsituationen) werden dagegen weniger zur sprachlichen Anregung durch Sprachfördertechniken genutzt. Vor diesem Hintergrund werden abschließend Möglichkeiten diskutiert, wie frühpädagogische Fachkräfte unterschiedlich komplexe Situationen im Kita-Alltag sprachförderlich gestalten und sprachanregende Dialoge mit Kindern schaffen können.



Andreas Mayer

Schriftleiter



Tanja Ulrich

Belegexemplare



Vorschau: Heft 3/2019

Thema: Therapie des Stotterns

Holger Prüß, Thilo Müller, Kirsten Richardt
„Die Therapie entscheidet sich außerhalb des Therapieraumes.“ Die Notwendigkeit umfassender Transferunterstützung in der Behandlung des Stotterns bei Jugendlichen und Erwachsenen am Beispiel der Bonner Stottertherapie


Anne Hearne
Die Camperdown Therapie des Stotterns


Robert Richter, Bettina Freerk, Anne Hearne
Das Lidcombe Therapiekonzept für die Behandlung des frühkindlichen Stotterns


Kristina Anders
Kasseler Stottertherapie


Patricia Sandrieser, Peter Schneider
KIDS


Georg Thum
Stärker als Stottern


Frederick Kukla
Stottertherapie aus der Sicht eines Betroffenen


Bernd Hansen, Claudia Iven
Palin Parent Child Interaction (PPCI)



(Themenänderung vorbehalten)
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