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Aktuelle Ausgabe



Heft 4/2021



Simone Kannengieser

Sprachverständnis – Basisartikel

Der Beitrag klärt und erläutert einleitend den Begriff „Sprachverständnis“. Darüber hinaus sollen ausgewählte Aspekte der Sprachverständnisentwicklung, eine Zusammenstellung möglicher Hindernisse für das Sprachverstehen und ein zusammenfassender Überblick über diagnostische und pädagogisch-therapeutische Möglichkeiten in das Themenheft einführen.

Auf die Vorstellung spezieller Fragestellungen, Studien, vertiefter sprachwissenschaftlicher, psycholinguistischer oder kommunikationswissenschaftlicher Grundlagen und diagnostischer, therapeutischer oder didaktischer Subthemen wird in diesem einführenden Artikel verzichtet, da die Ausgabe aktuelle für Sprachförderung und Sprachtherapie relevante Beiträge zu Sprachverständnis und Sprachverständnisstörungen versammelt.



Andreas Mayer

Diagnostische Handlungsmöglichkeiten bei Sprachverständnisstörungen

Im Fokus des Beitrags stehen sprachliche Auffälligkeiten und Verhaltensweisen von Schülern, die auf ein beeinträchtigtes Sprachverständnis hinweisen können und Testverfahren, mit denen das Verstehen von Sprache auf Wort-, Satz- und Textebene durch Methoden wie Bildauswahlaufgaben, Ausagieren vorgesprochener Äußerungen und das Beantworten von Fragen zum Text objektiv, reliabel und valide erfasst werden können. Darüber hinaus werden verschiedene Begrifflichkeiten im Kontext des Sprachverständnisses geklärt und Teilkomponenten des Verstehens von Sprache erläutert.
Aufgrund der Bedeutung des Sprachverstehens für den schulischen Lernerfolg sollten Lehrkräfte über ein umfassendes Wissen zur Identifizierung möglicher Sprachverständnisstörungen und deren Zusammenhänge mit dem schulischen Lernen verfügen.



Anke Buschmann, Falko Dittman

Fallbeispiel: Sprachverständnisstörungen und Schulleistungsprobleme

Zusammenfassung L. (?) wurde im Zentrum für Entwicklung und Lernen in Heidelberg im Alter von 11;4 Jahren auf Anraten der Schulsozialarbeiterin zur diagnostischen Abklärung vorgestellt. Er wirke in der Schule überfordert und könne dem Unterrichtsgeschehen nur schwer folgen. Im Beitrag wird das diagnostische Vorgehen zur standardisierten Abklärung der sprachlichen Fähigkeiten, insbesondere des Sprachverständnisses vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass L. sowohl im Sprach- als auch um Lesesinnverständnis bei durchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten Defizite aufweist. In Vorbefunden haben sich bereits zu früheren Zeitpunkten Hinweise auf das Vorliegen dieser Sprachverständnisproblematik gezeigt, wurden jedoch nicht als solche erkannt, sodass bisher keine spezifische Sprachdiagnostik und adäquate Unterstützung erfolgten.



Nina Szammer

Erkennen von Sprachverständnisstörungen im schulischen Alltag

Die Sprachverständnisleistungen eines Kindes bilden eine wesentliche Grundlage für einen erfolgreichen Wissenserwerb. Um den Anforderungen der Bildungssprache gerecht zu werden, muss ein Kind in der Lage sein, sprachliche Inhalte zu dekodieren und zu analysieren. Störungen im Sprachverständnis sind nicht direkt beobachtbar und können deshalb leicht übersehen werden. Dem Kind ist die Problematik oftmals nicht bewusst, es kann daher nicht direkt nachfragen oder auf seine mangelnden Verständniskompetenzen hinweisen. Häufig zeigen sich aber typische Verhaltensweisen und Strategien, welche als Indiz für Sprachverständnisstörungen interpretiert werden können. Im Beitrag wird die Entwicklung des Sprachverständnisses kurz umrissen und die Bedeutung von Sprachverständniskontrollprozessen hervorgehoben. Mögliche Anzeichen für Defizite im Sprachverständnis werden erläutert und exemplarisch konkretisiert, es wird insbesondere auf mögliche typische Verhaltensweisen von Kindern mit rezeptiven Störungen eingegangen. Auch die Auswirkungen auf schriftsprachliche und mathematische Kompetenzen sowie Hinweise zur Entlastung und Unterstützung dieser Kinder werden thematisiert.



Andreas Mayer, Selma-Marie Cive

Unterrichtsintegrierte Therapie des Satz verstehens

Die Therapie des Sprachverständnisses gibt es genauso wenig die Therapie der Grammatik, zu viele unterschiedliche Teilkomponenten sind am Sprachverstehen beteiligt, zu unterschiedlich können die Störungsschwerpunkte bei einzelnen Kindern ausfallen. Der Beitrag basiert auf der Annahme, dass die Dekodierung syntaktisch-morphologischer Strukturen insbesondere für das Sprachverstehen auf Satzebene von zentraler Bedeutung ist. Angelehnt an das Konzept der Kontextoptimierung von Motsch (2017) stellt der Beitrag ein therapeutisches Vorgehen vor, mit dessen Hilfe Kinder mit rezeptiven Defiziten unterstützt werden sollen, eine grammatische Struktur zu dekodieren, die sie aktuell noch nicht sicher verstehen. Neben der Fokussierung einer Struktur pro Therapie-sequenz sind die Handlungsorientierung, der spielerische Kontext, die Inputspezifizierung, das Modelllernen, der Einsatz von Schriftsprache und die metasprachliche Reflexion zentrale Prinzipien des Konzepts.



Anke Buschmann, Falko Dittman

Zusammenarbeit mit Bezugspersonen als elementarer Bestandteil der Behandlung von Sprachverständnisstörungen

Defizite im Sprachverständnis können im Rahmen einer isolierten Sprachentwicklungsstörung auftreten oder im Zusammenhang umfassender Entwicklungsschwierigkeiten, beispielsweise bei genetischen Syndromen, kognitiven Beeinträchtigungen oder Hörstörungen. Sie bedürfen einer gesonderten Beachtung im Rahmen der Sprachtherapie bzw. pädagogischen Förderung, da sich ein eingeschränkter passiver Wortschatz und ein nicht altersgemäßes Satzverständnis sehr ungünstig auf die weitere kommunikative, sprachliche und sozioemotionale Entwicklung sowie auf das schulische Lernen auswirken können.

Grundlage einer jeden Behandlung ist die ICF (DIMDI, 2005). Demnach besteht das Hauptziel darin, Betroffenen eine Teilhabe am alltäglichen Leben zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, ist neben einer kindzentrierten Therapie eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern und anderen Bezugspersonen als elementarer Bestandteil der Intervention zu verstehen. Wichtig sind hierbei vor allem die Aufklärung der Bezugspersonen über das Störungs-bild und das Vermitteln von Strategien, wie das Kind im Alltag beim Erlernen von Wörtern und dem Verstehen von Sätzen unter-stützt werden kann.

Hierfür eignen sich u. a. Workshops, an denen mehrere Eltern teilnehmen können. Ein systematisches Konzept liegt mit dem Heidelberger Elternworkshop „Sprachverständnis“ vor.



Carmen Barth

Strategien im Sprachverstehensprozess

Kinder mit Sprachverständnisstörungen überwinden ehemals sinnvolle Strategien im Sprachverstehensprozess nicht. Sie verlassen sich auf Routinen oder orientieren sich an anderen Personen, wenn sie eigentlich Sprache entschlüsseln müssten. Sprachliche Informationen finden keine hinreichende Beachtung.

Zugleich ist diesen Kindern und deren Familien das sprachliche Defizit oftmals nicht bewusst. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der physiologischen Entwicklung von Strategien und den Konsequenzen für die Therapie, um nicht mehr altersgemäße Strategien zu überwinden. Zudem erscheint ein direkter Umgang mit dem Sprachverstehensprozess im Sinne des Störungsbewusstseins, dem Zuhörerverhalten und dem Monitoring sinnvoll.



Susanne Mathieu

Verstanden? Verstanden! Frühtherapie des Sprachverstehens über das Spiel und die Interaktion

Sprachverstehen ist ein Prozess, der früh beginnt und für die Entdeckung der Sprache und den Spracherwerb mit ausschlaggebend ist. Im folgenden Artikel werden die Entwicklungsprozesse in den ersten vier Lebensjahren beleuchtet und eine sprachtherapeutische Herangehensweise für die Frühtherapie beschrieben.



Vorschau: Heft 1/2022

Thema: Sprachtherapie mit digitalen Medien

Juliane Leinweber
Handlungsempfehlungen für die Praxis


Isabelle Colthorp, Robert Richter
Teletherapie bei Redeflussstörungen


Alexander Fillbrandt
Anleitung für die Erstellung interaktiver Therapiemats


Korbinian Burlefinger
Materialauswahl und didaktische Umsetzung von Videotherapien bei spezifischen Sprachentwicklungsstörungen


Reinhardt Werth
CELECO


Karin Reber, Elisabeth Wildegger-Lack
Digitale Medien in Unterricht und Kleingruppentherapie


Kristina Jonas, Petra Jaecks
Digitale Sprachdiagnostik


Christiane Miosga, Claudia Müller-Brauers
Digitale Kinderliteratur in der Sprachförderung in Kita, Grundschule und Sprachtherapie


Hanna Jacob, Mona Späth
Neolexon


Michael Wahl
Teletherapie in der Sprachtherapie



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