Elke Opper, Elisa Schnorr, Alexia Kaiser
Tanz zu dir selbst! Spielerisch den Körper im Raum wahrnehmen
Der Beitrag zeigt exemplarisch, wie das Prinzip Körper im Raum zur Förderung von Körperwahrnehmung durch Tanz im Grundschulalter umgesetzt werden kann. Als erster Praxisartikel der vierteiligen Reihe wird anhand einer erprobten Unterrichtsstunde aufgezeigt, wie Kinder Raum durch Tanz aktiv erfahren und gestalten. Ergebnisse einer multiperspektivischen Auswertung aus Kinder- und Lehrkraftperspektive geben Einblicke in Lernprozesse und die praktische Umsetzbarkeit des Prinzips im (schulischen) Unterrichtsalltag. |  |
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Markus Brand
Spielräume naturnah und bewegungsfreundlich gestalten – Partizipation in der Spielraumgestaltung macht es möglich!
Am Beispiel des Vereins Ideenwerkstatt Lebens[t]raum e.V. aus Ost-Westfalen wird gezeigt, dass Partizipation in der Planung und in der Umsetzung ein möglicher Weg ist, naturnahe Spielräume in Kitas und Schulen herzustellen. Durch die Bildung interdisziplinärer Planungsgruppen, in denen idealerweise die Nutzer selbst, deren BetreuerInnen und Pädagogen sowie die PlanerInnen gemeinsam an einem Gestaltungsentwurf arbeiten, können die Wünsche und Bedürfnisse aller im Planungsprozess integriert werden. Denn Kinder sind nicht alle gleich, sie bilden keine homogene Gruppe, sie haben unterschiedliche Interessen, Wünsche, Fähigkeiten und Bedürfnisse. Bei der Planung eines Spielraums muss deshalb die Zielgruppe definiert und deren Wünsche ebenso wie deren Bedürfnisse an Hilfen und Nutzungseinschränkungen genau analysiert werden. Die Umsetzung der Planung erfolgt abschnittsweise in einzelnen Mitmachbaustellen. Die dort stattfindende Gruppenarbeit motiviert die Helfenden, sich zu engagieren und unbekannte neue Aufgaben auszuprobieren. Die meisten Kinder, Jugendlichen, Eltern und Pädagogen haben Spaß bei der Arbeit und sind oft überwältigt davon, was sie gemeinsam mit anderen geleistet und geschaffen haben, das Gemeinschaftsgefühl wird damit gestärkt. Durch die aktive Mitgestaltung erleben sich Mädchen und Jungen, Eltern und Pädagogen selbstwirksam in neuen Lebensbereichen, das ist die Grundlage demokratischer Prozesse! Natürlich gelten bei partizipativ gestalteten Spielfreiräumen auch die normativen Grundlagen der DIN EN 1176 und DIN 18034. Deshalb werden alle Elemente im Baueinsatz entsprechend den gültigen Sicherheitsvorschriften nach der DIN-EN 1176 ausgeführt und anschließend wird jeder Bauabschnitt im Rahmen einer Erstabnahme durch einen unabhängigen Sachkundigen für Spielplatzsicherheit überprüft.
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Beate Fallaschinski
Resilienz wächst in Beziehung Bindungs- und beziehungsorientierte Rituale als psychomotorischer Präventionsansatz im Kindergartenkontext
Wie können Kinder durch Beziehungserfahrungen in ihrer Resilienzentwicklung gestärkt werden? Der Beitrag stellt das von Beate Fallaschinski entwickelte Präventionsprogramm KEB – Kompetenz-Entwicklung als Bildungsbrücke sowie das darauf aufbauende 6-Stufenmodell RBBR vor. Im Mittelpunkt stehen bindungs- und beziehungsorientierte Rituale, die über sechs Wochen parallel im Kindergarten und im Elternhaus durchgeführt werden. Das Programm verbindet Erkenntnisse aus Psychomotorik, Bindungsforschung, Entwicklungspsychologie und Resilienzforschung. Erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung zeigen positive Hinweise auf Entwicklungen in den Bereichen Selbstregulation, Beziehungssicherheit, Selbstwirksamkeit und Resilienz.
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Nicole Jenzewski, Kathrin Grimm, Julia Mostert, Simon Seyler
Motopädie trifft Autismus – Intervention für Kinder, Eltern und Geschwister
Bei der Recherche zu ihrer Projektarbeit, im Rahmen ihrer Motopädieausbildung am Berufskolleg Michaelshoven in Köln, zum Thema Autismus Spektrum, wurde schnell deutlich, welche ganz besondere Rolle den Familien zu kommt. Ein motopädisches Interventionsprogramm berücksichtigt die speziellen Bedürfnisse von Kindern im Autismus-Spektrum und entlastet ihre Familien. Durch individuelle Bewegungsangebote, autismusfreundliche Rahmenbedingungen sowie die Einbindung von Eltern und Geschwistern werden Ressourcen gestärkt und nachhaltige Unterstützung ermöglicht.
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Alexia Kaiser, Elke Opper, Elisa Schnorr
Tanz zu dir selbst! Spielerisch Körperhaltung, Körperzentrierung und Haltungskontrolle erleben
Der vorliegende Beitrag greift das körperwahrnehmungsförderliche Prinzip Körperzentrierung und Haltungskontrolle von Kaiser et al. auf und stellt es als zweites Praxisbeispiel der vierteiligen Artikelreihe anhand einer exemplarisch erprobten Unterrichtsstunde von Schnorr (2025) vor. Dabei wird aufgezeigt, wie Kinder durch das bewusste Spüren komplexer Körperhaltungen und isolierter Teilbewegungen bedeutsame Erfahrungen der Körperwahrnehmung machen und unter welchen Bedingungen sich dieses Prinzip im Unterricht erfolgreich umsetzen lässt.
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Gisela Schlesinger
Intuitive Physik im Kindergarten Psychomotorik und naturwissenschaftliches Lernen – Lernprozesse anhand einer Kugelbahn in Raumhöhe
Bereits im frühen Kindesalter entwickeln Kinder grundlegende Vorstellungen über physikalische Zusammenhänge. Diese sogenannten intuitiven physikalischen Konzepte entstehen durch alltägliche Erfahrungen und eigenständiges Handeln. „Intuitive Physik“ bezeichnet das spontane, vorwissenschaftliche Verständnis von physikalischen Phänomenen, die Kinder ganz natürlich entwickeln – lange bevor sie formale Unterrichtseinheiten in Physik bekommen. Bereits im Vorschulalter beobachten und interpretieren Kinder die Welt um sich herum: wie Dinge fallen, rollen, sich berühren oder klemmen. Sie bauen daraus eigene innere Modelle darüber, wie die Welt funktioniert. Auf der Grundlage entwicklungspsychologischer und pädagogischer Ansätze wird aufgezeigt, welche physikalischen Konzepte Kinder im freien Spiel erwerben und welche Rolle pädagogische Fachkräfte bei der Begleitung dieser Lernprozesse einnehmen. Psychomotorische Angebote sind ideale frühkindliche Lernräume. Ziel dieses Fachartikels ist es, die Bedeutung intuitiver Physik im Kindergartenalter darzustellen und anhand des Beispiels einer Kugelbahn in Raumhöhe zu analysieren, wie entsprechende Lernprozesse im pädagogischen Alltag angeregt und begleitet werden können.
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Hanna Winkler
Psychomotorische Begleitung bei Angst und Angststörungen
Angst vor Dunkelheit, fremden Personen, Trennung oder Bewertungs-Ängste gehören zur kindlichen Entwicklung dazu. Wenn die Angst jedoch über einen längeren Zeitraum zu Beeinträchtigungen und Entwicklungsdefiziten führt, liegt eine Angststörung vor. Dieser Beitrag zeigt auf, wie die Psychomotorik Kinder durch intensive Beziehungsarbeit, ressourcenorientiertes Vorgehen, ausgewählte Methoden und passende Inhalte dabei unterstützen kann, sich ihren Ängsten zu stellen und über sich hinaus zu wachsen.
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