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verlag modernes lernen Borgmann GmbH & Co. KG

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Artikelinformationen


Irritation und Verführung
Irritation und Verführung
Interventionen bei Unterrichtsstörungen aus systemisch-konstruktivistischer Sicht

2011,144 S., Format DIN A5, br Ladenpreis aufgehoben – an Buchhandel nur ohne Rabatt

Autor: Beat Thommen
ISBN: 978-3-86145-324-6
Bestell-Nr.: 8572

8,00 Euro / 13,00 CHF

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Unterrichtsstörungen zählen zu den gewichtigsten Belastungsfaktoren für Lehrpersonen.

Das Buch bietet
• eine Sicht von Unterrichtsstörungen als chronifizierte, festgefahrene Interaktionsmuster
• eine Einführung in Ansätze dynamischer Systemtheorien und des Konstruktivismus
• eine theoriebasierte Anleitung zu verschiedenartigen Interventionen bei Unterrichtsstörungen
• Anwendungen und Veranschaulichungen anhand zahlreicher Beispiele aus der erzieherischen Praxis.

Das Buch soll neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten anbieten, irritieren, verführen und Mut machen, kreative Wege bei der Auflösung von Unterrichtsstörungen zu gehen.
Die Lektüre eignet sich sowohl für Erziehungspersonen in der Praxis als auch für theoretisch interessierte Personen in der Aus- und Weiterbildung.
“ ‘Ich hätte auch ein Buch für Schülerinnen und Schüler schreiben können, mit Hinweisen, wie sie chronisch nervende Situationen mit ihren Lehrpersonen in ihrem Sinne beeinflussen können!“ (S. 6f.)
Das sagt mehr als Erklärungen: Beat Thommen lädt ein, Unterrichtsstörung aus einer anderen Perspektive zu betrachten als der üblichen, von Zuschreibungen geprägten wie: „Max stört, neigt zu aggressivem Verhalten, Lea ist prosozial,…’. Er räumt auf mit linear-kausalen Erklärungsmustern und bietet konsequent systemische Perspektiven an. Und da er schon einmal beim Verstören ist, benennt er zu Beginn fünf Möglichkeiten, sich im Umgang mit Unterrichtsstörungen zu zermürben (S. 11ff.):
1. Betrachte die Unterrichtssituation möglichst nur aus (d)einem Blickwinkel und zweifle nicht an der Objektivität deiner Wahrnehmungen: Ich weiß schon…, immer machen sie….
2. Beschreibe die schwierige Situation möglichst personenzentriert und allgemein: Meine Klasse kann nicht…, Max ist…
3. Konzentriere dich auf alles Problematische. Falls du dir eine Vorstellung von einer Lösung machst, gehe von möglichst hochgesteckten, idealen Zielvorstellungen aus: z. B. Max soll immer ruhig sein…
4. Erkläre die schwierige Unterrichtssituation durch Ursachen, die du selber nur schwer oder überhaupt nicht verändern kannst: z. B. die Schülerzahlen, die Schulpolitik, die Eltern…
5. Beschreibe, analysiere, diskutiere mit Kolleginnen und Kollegen, jammere, klage und klage an; aber tue selber ja nichts für eine Veränderung…
Bevor Thommen nun jeder dieser Möglichkeiten in einem eigenen Kapitel zu Leibe rückt, bietet er eine kompakte Einführung in die Grundlagen von Systemtheorie und Konstruktivismus sowie in eine systemisch-konstruktivistische Sicht auf Unterrichtsstörungen. Wenngleich komplex und komprimiert in der Darstellung, gelingt es Thommen, theoretische Implikationen mit erläuternden Abbildungen sowie mit praktischen Beispielen aus dem Schulalltag anschaulich und nachvollziehbar zu machen, ohne das theoretische Niveau zu schmälern und bei der Präzision systemisch-konstruktivistischer Theorie Abstriche zu machen.
Die Handlungskapitel strotzen nur so von Irritation und systemischer Verführung: die Veränderung von Wahrnehmung und Beobachtung, der Fokus auf veränderbare Dinge, Thommen ermöglicht eine Sichtweise auf die Herausforderungen des pädagogischen Alltags, die zugleich alltagspraktische und alltagstaugliche Veränderungen nahelegen. Beim Besteigen des Themen-Bergs „Unterrichtsstörungen“ regt Thommen zum Entdecken neuer Pfade und zum Verlassen ausgetretener, bisher wenig erfolgreicher Wege an. Er setzt systemisch-konstruktivistische Ansätze von anderen Erziehungsstrategien ab und betont „… erfordern sie (systemisch-konstruktivistische Ansätze, CT) eine gute Portion Kreativität und die Fähigkeit, eigene eingefahrene Standpunkte zu verlassen und die Fähigkeit, zeitweise auf Distanz zu sich selber gehen zu können“ (S. 124). Das Studium dieses kleinen, gehaltvollen Buches macht Mut, sich aufzumachen und in neue Richtung zu bewegen. Sehr empfehlenswert!” Cornelia Tsirigotis, ZSTB


“Es ist folgerichtig und überzeugend, wenn die Abkehr von individuumsbezogenen, objektivierenden und generalisierenden Zuschreibungen mit Blick auf schwierige Situationen im Bildungs- und Erziehungsalltag dazu führt, Begriffe wie ‘Verhaltensproblem’ oder ‘Verhaltensstörung’ durch ‘Unterrichtsstörung’ und ‘Beziehungsproblem’ zu ersetzen.
Damit ändert sich zwar (noch) nicht unbedingt die Art und Weise, wie Betroffene und Beteiligte über Störungen von Lehr-Lern-Situationen denken und wie sie darin handeln, aber ein kritisch reflektierender Umgang mit der Sprache trägt dazu bei, eigene Denkmuster aufzubrechen und das verfügbare Handlungsrepertoire zu erweitern.
Genau dies ist erforderlich, wenn Veränderungen angestoßen und ermöglicht werden sollen. Charakteristisch für Problemsituationen ist nämlich in aller Regel das Abhandenkommen von Bewegungsfreiheiten und Handlungsspielräumen; Aktionen und Reaktionen verlaufen vielmehr in einer eskalierenden Dynamik von scheinbar unvermeindlicher wechselseitiger Abhängigkeit.
Dass es auch anders geht, zeigt Beat Thommen an einer Reihe von Beispielen, die je unterschiedliche Aspekte eines lösungsorientierten Zugangs in der Auseinandersetzung mit schwierigen Situationen thematisieren – praxisbezogen und zugleich theoretisch begründet - als ‘Irritation und Verführung’!” Prof. Dr. Johannes Gruntz-Stoll, Basler Schulblatt
Leseprobe 1
          
  Leseprobe 1

  Inhaltsverzeichnis

  Vorwort

Beat Thommen hat in Basel und Fribourg Psychologie, Philosophie und Ethnologie studiert. Nach Lehr- und Forschungstätigkeit am Psychologischen Institut der Universität Bern hat er als stellvertretender Leiter, Dozent und Praxisanleiter am Institut für Heilpädagogik der Pädagogischen Hochschule des Kantons Bern gewirkt. Seine Schwerpunkte sind Pädagogik bei Verhaltensstörungen, Beratung und Supervision, Forschungsmethodik und Wissenschaftstheorie. Aktuell arbeitet er als Rebmeister und in der Betreuung von straffälligen jungen Erwachsenen in einer Institution des Maßnahmenvollzugs.
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