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verlag modernes lernen Borgmann GmbH & Co. KG

Artikelinformationen


Bewegung, Spiel und Rhythmik
Bewegung, Spiel und Rhythmik
Drei unverzichtbare Elemente in der inklusiven Kita-Praxis

2021, 176 S., farbige Abb., Format 16x23cm, Klappenbroschur

Ferdinand Klein
ISBN: 978-3-8080-0901-7
Bestell-Nr.: 1330


19,95 Euro / 32,30 CHF

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Reihe vml-Perspektiven

Ein pädagogischer Anker über jede Krise hinaus ...

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Mit einem Geleitwort von Armin Krenz

Kinder wachsen nicht nur zum heutigen Zeitpunkt in einem Umfeld auf, in dem es ihnen durch zunehmend eingeschränkte Lebensräume, zerrissene Zeiten und aufgeteilte Welten nicht immer leicht gemacht wird, sich selbst nach eigenen psycho-sozialen Grundbedürfnissen zu entwickeln, sich selbst dabei mit Ruhe wahrzunehmen, um ihren individuellen Platz in ihrem Umfeld zu entdecken und sich dabei als unverwechselbare Persönlichkeit zu stabilisieren.
Mit diesem Buch legt Ferdinand Klein ein sehr bedeutsames Werk für das Arbeitsfeld einer „inklusiven Pädagogik“ vor, in dem er fachkundig und engagiert auf drei unverzichtbare Eckwerte im Rahmen einer aktiven und förderlichen Entwicklungsbegleitung von Kindern eingeht: Bewegung, Spiel und Rhythmik.
Im ersten Teil des Buches fordert er eine deutliche Rückbesinnung auf die elementar vorhandenen Grundbedürfnisse eines jeden Kindes und bringt diese als eine notwendige Orientierung für die Gestaltung der Elementarpädagogik und als eine basale Herausforderung für alle Fachkräfte auf den Punkt, wobei die Trinität von „Bewegung, Spiel und Rhythmik“ ins Zentrum der pädagogischen Beziehungsarbeit gerückt wird. Dieser „Dreiklang“ kommt in vielen elementarpädagogischen Einrichtungen häufig zu kurz, weil durch manche politisch gesetzte Schwerpunkte elementare Kinder- und Kindheitsbedürfnisse beiseite geschoben werden.
Im zweiten Teil „Praxis der inklusiven Pädagogik“ geht der Autor der Frage nach, was es beispielsweise bedeutet,
• ein Kind zu verstehen, seine Ausdrucksformen fachkompetent wahrzunehmen und deren Bedeutungsformen sachorientiert zu deuten,
• entwicklungsgefährdete, verhaltensirritierte und traumatisierte Kinder nicht zu stigmatisieren sondern im Sinne einer inklusiven Alltagspraxis durch besondere humane Beziehungsangebote bei ihrer Weiterentwicklung aktiv zu unterstützen,
• Kinder und deren lebensnotwendige Bedürfnisse zu sehen, aufzugreifen und in partizipatorischer Weise in die beziehungsorientierte Arbeitsumsetzung zu integrieren,
• Bildung als eine zweiseitige, stets gleichzeitige Aufgabe für Kinder und die Fachkräfte zu verstehen,
• das Spiel mit seinen unterschiedlichen Formen weitaus mehr zu schätzen als es in dieser funktionsorientierten Zeit und in häufig funktional gestalteten Räumen der Fall ist,
• Rhythmik als eine entwicklungsnotwendige, im Menschen angelegte Urkraft immer wieder aufs Neue zu entdecken und in Gestaltungsprozessen erlebbar zu machen und
• Bewegung in seinen vielfältigen Ausdrucksformen als eine Ausgangslage für jegliches Lernen zu begreifen, um mit Kindern das Leben lebendig zu erfahren.

Der Autor greift diese und weitere Schwerpunkte auf und gibt dabei sehr hilfreiche Praxisimpulse, die sich auf die Selbstbetrachtung der eigenen Person, eine kritische Reflexion des bisherigen Arbeitsverständnisses sowie der Arbeitsgestaltung und auf eine möglicherweise notwendige Neuorientierung beziehen. In allen Ausführungen sind neben seiner Wissenschaftsorientierung auch immer die umfassende Praxiserfahrung des Autors sowie sein inneres Engagement zu spüren: eine Kombination, die das Lesen zu einem Erlebnis werden lässt.
„Wer sich im Rahmen einer inklusiven Kita-Praxis punktgenau und grundlagenorientiert mit den Schwerpunkten ,Bewegung, Spiel, Rhythmik‘ auseinandersetzen möchte, findet in dem neuen Buch von Prof. Dr. Ferdinand Klein umfassende Informationen, die aktuell und zugleich wissenswert sind. Dies setzt sich aus 2 Teilen zusammen, wobei der Autor im 1. Teil auf die Fragen eingeht, was Kitas zu leisten haben und was es heißt, eine kindorientierte Sichtweise anzunehmen. Teil 2 wendet sich der Kita als einem nachhaltigen (!) Bildungsort für alle zu, was nur mit der Ausführung bestimmter Aufgaben, einer achtsamen Haltung allen Kindern gegenüber sowie einem Situationsverstehen und zugleich fachkompetenten Handeln erfüllt werden kann. Dabei greift der Autor folgende Schwerpunkte auf: herausfordernde Aufgaben und professionelles Handeln; authentisch handelnde Fachkräfte; heilpädagogische Rhythmik; Bewegung – Spiel – Rhythmik bei Kindern mit Autismus sowie Bewegung, Spiel und Rhythmik als basale Elemente für aller Bildung Anfang. Die vielen Praxisbeispiele lassen dabei alle theoretischen Ausführungen lebendig werden. Hier geht um eine dialoge, bindungsstarke und partizipatorisch gestaltete, lebendige und bewegende Pädagogik, ganz im Sinne von Janusz Korczak.“ Dr. Armin Krenz, klein&groß

„Ferdinand Klein, ein verdienstvoller Erziehungswissenschaftler und Heilpädagoge, der seit vielen Jahren eindrucksvolle Publikationen zu theoretischen und praktischen Fragen der Erziehung, Bildung, Förderung und Therapie von Kindern mit und ohne Behinderung vorlegt, hat sich im letzten Jahrzehnt insbesondere mit den Fragen der integrativen und inklusiven Erziehung und Bildung in Forschung und Praxis auseinandergesetzt. Auch zu Fragen der Waldorfpädagogik hat Klein immer wieder nachlesenswerte Beiträge zum Fachdiskurs beigesteuert. In dieser Linie stehend ist sein neuestes Buch ,Bewegung, Spiel und Rhythmik‘ für die inklusive Kita-Praxis einzuordnen.
Der Autor führt seine Leserschaft im ersten Teil des Buches ganz systematisch in die pädagogischen und gesellschaftlichen Grundlagen der heutigen Kita ein. Prägnant stellt er ihr Profil heraus, abzulesen an ihrem eigenständigen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag. Die heutige Kita-Pädagogik sollte nach Klein am Kind orientiert sein, d. h., sie muss die Würde der Kinder gewährleisten, ihnen eine Basis des Lernens geben, ihnen Selbstwirksamkeit ermöglichen und ihrem Resonanzbedürfnis nachkommen.
Im zweiten Teil des Buches, der sich überwiegend mit der Praxis beschäftigt, schaut Klein zuerst einmal auf mögliche Adressaten der inklusiven Pädagogik. In einer Auswahl geht er auf sechs verschiedene inklusionsbedürftige Kinderschicksale ein (ADHS, Armut, MCD-Kinder, Traumata, Down-Syndrom und Sinnesbehinderung). Bei der Vorstellung dieser Inklusionsbedürftigkeit zeigt der Heilpädagoge Klein deutlich sein großes Einfühlungsvermögen gegenüber diesen Kinderschicksalen. Er vergisst bei der Betrachtung der inklusionspädagogischen Herausforderung auch nicht die, die an die authentisch handelnden ErzieherInnen zu stellen sind. Auf den verbleibenden ca. 100 Seiten (von 176) geht der Autor jetzt in einer fast gleichen Kategorisierung vor. Er stellt Bewegung, Spiel und Rhythmik als ,aller Bildung Anfang‘ dar. In diesen Kapiteln bietet Klein jeweils eine fachtheoretische und handlungspraktische Einführung in diese drei Bildungsbereiche. Viele Praxisbeispiele verdeutlichen das pädagogische Verständnis, das er von Bewegung, Spiel und Rhythmik hat. Im Kapitel Rhythmus und Erziehung führt Klein auch Gestaltungselemente der Waldorfpädagogik nach Steiner auf, die er sachkundig darstellt. Im Buch werden noch zwei weitere Vertiefungen vorgestellt. Zum einen die ,Heilpädagogische Rhythmik‘ nach Mimi Scheiblauer und zum anderen das Bewegungs-, Spiel- und Rhythmik-Angebot bei Kindern mit Autismus und ähnlichen Kommunikationsbeeinträchtigungen. Gerade in dieser zweiten Vertiefung werden auf ca. 30 Seiten unterschiedliche Konzepte und Methoden vorgestellt und eingeordnet. Diese Praxishilfen machen das Buch besonders wertvoll.
Die Kapitelausführungen zur Bewegung, zum Spiel und zur Rhythmik, mit den an vielen Stellen eingestreuten Praxisbeispielen, Handlungshilfen und den weiterführenden Literatur- und Medienhinweisen im Anhang des Buches machen dieses zu einem wichtigen Ratgeber für die inklusive Kita, ihr pädagogisches Personal und ihre Elternschaft.“ Prof. Dr. Maximilian Buchka

„Dass das Spiel einen, wenn nicht den entscheidenden Faktor zur individuellen Eroberung der Welt durch das kleine Kind darstellt, gilt heute geradezu als Binsenweisheit in der Pädagogik.
Spielen ermöglicht es aber auch gemeinsam Erfahrungen zu machen. So hat schon der amerikanische Reformpädagoge John Dewey darauf verwiesen, dass das gemeinsame Spiel behinderter und nichtbehinderter Kinder den Kern dessen bildet, was er demokratische Erziehung nennt.
Diese Gedanken präzisiert Ferdinand Klein in seinem neuesten Buch. Gemeinsames Bewegen, sich an rhythmischen Elementen erfreuen und somit Welt gestalten, stellt für Klein den Anfang aller Bildung dar.
Leser*innen erfahren in den neun Kapitel viel zu Themen spezifischer Behinderungsbilder. Pädagogische Persönlichkeiten werden ihnen nahegebracht. Dabei dürfen Janusz Korczak und Mimi Scheiblauer natürlich nicht fehlen. Ferdinand Klein fühlt sich beiden in besonderer Weise verbunden. Es werden Methoden erörtert. Der Autor macht ganz praktische Vorschläge zur Gestaltung der Arbeit in der (inklusiven) Kita. Und ganz nebenbei kann man die Braille-Schrift kennen lernen oder sich anfänglich mit TEACCH auseinandersetzen.
Besonders wichtig sind dem alten Heilpädagogen zwei Aspekte der Arbeit mit und für Kinder:
Liebe Erzieherin, gib` dem Kind Raum. Lass` es sich selbst entwickeln.
Liebe Erzieherin, Entwicklungsbegleitung kleiner Kinder heißt sich selbst zu erziehen. Wie schaust Du auf die Kinder, die sich Dir anvertrauen. Wie kommst Du zu Erkenntnissen? Hast Du feste Vorstellungen und Bilder von ihnen oder bist Du auf dem Weg zu ihnen?
Wie bereits in seinen letzten Veröffentlichungen verzichtet Klein auf einen abgehobenen Sprachduktus. Er schreibt – ohne dabei seinen wissenschaftlichen Anspruch zu verlieren – so, dass seine Ideen und Gedanken verstanden werden.
Man darf das Fachbüchlein (168 Seiten) Studierenden der (Heil-)Pädagogik, Fachschüler*innen und Eltern als Grundlagenliteratur empfehlen. Erzieher*innen finden hier einen reichen Fundus für ihre tägliche Arbeit mit den Kindern vor.“ Götz Kaschubowski, ZfH
Leseprobe 1
          
  Leseprobe 1

  Leseprobe 2

  Inhaltsverzeichnis

  Vorwort

Ferdinand Klein, Erziehungswissenschaftler im Fachgebiet Heilpädagogik, arbeitete 20 Jahre als Erzieher und Heilpädagoge, lehrte an den Universitäten Würzburg, Mainz, Halle-Wittenberg, der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und als Emeritus (1997) an der Comenius-Universität Bratislava und der weltweit ältesten Hochschule für Heilpädagogik: der Gusztáv-Barcii-Fakultät der Eötvös-Loránd-Universität Budapest, die sein wissenschaftliches Werk und seine Verdienste um den Ost-West-Dialog mit der Verleihung eines „Doctor et Professor honoris causa“ ehrte. 2019 wurde sein sozial- und heilpädagogisches Wirken mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt.
Arbeitsschwerpunkte: Ethische Fragen, Forschungsmethoden, Reformpädagogik, Frühpädagogik, Korczakpädagogik, Waldorfpädagogik, Pädagogik für Menschen mit schwerer Behinderung. In Projekten erforscht er die Bedingungen der integrativen und inklusiven Erziehung. Durch Reflexion der aktuellen (heil-)pädagogischen und medizinisch-therapeutischen Literatur bildet er seinen integralen und transdisziplinären Standpunkt weiter.

Der Autor lernt bis heute von Kindern:
- Das re-agierende Verhalten der Kinder zeigt ihm, wie Erziehung heute noch häufig
ist.
- Das schöpferische Handeln der Kinder lehrt ihn, wie Erziehung sei soll.
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